THEY’RE PLAYING WITH FIRE

„But… why me?“

They’re Playing With Fire (Zum Töten verführt) ~ USA 1984
Directed By: Howard Avedis

Der junge Student Jay Richard (Eric Brown) hat, wie man so schön neudeutsch sagt, einen ‚Crush‘ auf seine dralle Literaturprofesseuse Diane Stevens (Sybil Danning). Diese merkt natürlich sofort, was Sache ist und vereinnahmt das schmalbrüstige Jüngelchen nach einer flotten Nummer für einen sinistren Plan: Jay soll als „Einbrecher“ im Haus von Dianes Schwiegermutter (K.T. Stevens) und Schwiegeroma (Margaret Wheeler) herumspuken und so die alten Damen davon „überzeugen“, ihren beträchtlichen Immobilienbesitz zu räumen und Diane und ihrem Gatten (Andrew Prine) überlassen. Doch nicht genug damit, dass der arme Jay im Zuge seiner Bruch-Aktion plötzlich als Zielscheibe herhalten muss, werden die beiden Ladys auch noch grausam niedergeschossen. Zur Polizei kann man nicht – doch wer ist der Täter? Zumal bald noch weitere Opfer folgen…

Ein sahniger Genre-Hybrid aus den Mitt-Achtzigern, in dem Sex, Sleaze, Neo-Noir, College-Komödie und Slasher eine heilige Vereinigung eingehen. „They’re Playing With Fire“ ist so unglaublich hanebüchen konstruiert und versponnen, dass es eine wahre Freude ist. Feuchte Nerd-Träume werden wahr, wenn der eher hanswurstige Jay sich plötzlich inmitten einer Verschwörung wiederfindet, die zu seinem Vergnügen allerdings eine willige Luxusblondine beinhaltet und ihm am Ende die Chance gibt, sich als Held des Tages wiederzufinden. Dadurch, dass die mittlerweile unfällig verwitwete Diane schließlich sogar dem wesentlich jüngeren Jay (die DarstellerInnen trennen knapp zwölf Jahre) ihre aufrichtige Liebe gesteht und mit ihm samt feuerrotem Ferrari nach Hawaii durchbrennt, offenbart sich „They’re Playing With Fire“ endgültig als eskapistische Fata Morgana für die geeks dieser Welt. Dass sich dazwischen noch allerlei verworrene Plot-Wurmlöcher anfinden sowie ein geistig derangierter Serienmörder (nebst mehr oder weniger überraschender Indentitätslüftung), der seine Opfer auch mal gern als verrückter Weihnachtsmann verkleidet mit einem Baseball-Schläger traktiert, das macht den Film nur noch unfassbarer als er es ohnehin schon wäre.
Witzigerweise kann ich mich ganz verschwommen erinnern, das Teil irgendwann in den Achtzigern mal auf Video gesehen zu haben, der deutsche Titel kombiniert mit Eric Browns „Entjungferungsszene“ auf der stevens’schen Luxusyacht waren dann doch allzu unvergesslich…

6/10

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