THE BEACH GIRLS

„There’ll never be another party like this one.“

The Beach Girls (Beach Girls – Strandhasen) ~ USA 1982
Directed By: Bud Townsend

Sturmfreie Bude für die attraktive, aber etwas schüchterne Sarah (Debra Blee): ihr wohlhabender Onkel Carl (Adam Roarke) hat schwer zu arbeiten und ist für ein paar Tage in der Stadt, weshalb sein großzügig eingerichtetes und gelegenes Strandhaus in Malibu leer steht. Sarahs deutlich lebenslustigere Busenfreundinnen Ginger (Val Kline) und Ducky (Jeana Keough) haben für diesen Zustand die beste Idee zur Abhilfe: Party! Zwischendurch den flotten Streuner Scott (James Daughton) aufgelesen und los geht’s. Ein paar zufällig an den Strand gespülte Säcke feinsten mexikanischen Marihuanas, das der Schmuggler Captain Jack (Paul Richards) von der Küstenwache bedrängt über Bord gehen lassen musste, versüßen die Fete und selbst der doch noch eilends herbeijettende, etwas zugeknöpfte Onkel Carl entdeckt seine späte Liebe zum Pot (und zu deutlich jüngeren Betthäschen).

„The Beach Girls“, der weithin dem Konzept der Frühachtziger-College-Komödie folgt, als ‚anarchisch‘ zu bezeichnen, wäre wohl etwas zu hoch gegriffen; dazu ist er in seiner Gesamtheit zu flach, zu schlicht und zu mies inszeniert. Immerhin bugsiert sein eigentlich obsoleten Idealen frönendes Gusto, zu dem freie Liebe, die Legalisierung von Dope, die beherzte Verballhornung uniformierter Amtsschimmel, ein unangepasster Lebensstil und beherztes Anti-Spießbürgertum zählen, den Film wenigstens einen Tritt weit neben die allzu brave Normspur. Bei alldem lässt sich dennoch nicht leugnen, dass die meisten Gags übelst angeschimmelt sind und eigentlich keinen wirklich innigen Lacher mehr evozieren können. Für die offenbar als vielversprechendst gedachten Witzchen steht dann auch ein mit heftigem Akzent parlierender Latino-Gärtner (Bert Rosario), dessen unentwegte, verzweifelte Versuche, einen Blick auf eine der zumeist unbekleidet umherhüpfenden Strandschönheiten zu erhaschen, durch pausenlose Missgeschicke wie das Herunterfallen von Treppen bestraft wird. Später liefert der Gute sich dann noch ein Schlammcatch-Duell mit George Cheung, an dessen einprägsame Visage sich wohl nahezu jeder erinnert, der irgendwann mal „Rambo: First Blood Part 2“ gesehen hat – darin spielt er nämlich den im Showdown von Rambos Explosivpfeil zerfetzten vietnamesischen Offizier. Die Nebenepisoden mit dem schwulen Küstenwachen-Captain Blye (Herbie Braha) und seiner noch obertuckigeren Crew und ihrem „Heiteitei“-Gehabe wäre auch als eher mäßig komisch einzuordnen. Die offenbar von Arne Elsholtz stammende, deutsche Vertonung bietet immerhin ein paar liebenswert zeitgenössische, rhetorische Bonmots, die ganz wunderbar aufzeigen, wie vergänglich „Jugendsprache“ ist.
Ist mit einmaliger Betrachtung erstmal hinreichend abgegolten.

4/10

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