LES TRIBULATIONS D’UN CHINOIS EN CHINE

Zitat entfällt.

Les Tribulations D’Un Chinois En Chine (Die tollen Abenteuer des Monsieur L.) ~ F/I 1965
Directed By: Philippe de Broca

Der superreiche Arthur Lempereur (Jean-Paul Belmondo) hat so ziemlich alles, was man vom Leben verlangen kann – außer Spaß an selbigem. Darum inszeniert er immer wieder spektakuläre Suizide, die er dann am Ende doch nicht recht finalisieren mag. Seine Verlobte (Valérie Lagrange) langweilt ihn noch zusätzlich zu Tode. Als die Nachricht kommt, dass Arthur urplötzlich ruiniert ist, entwickelt sein väterlicher Freund Mr. Goh (Valéry Inkijinoff) einen Plan, dem geliebten Mündel die Freude am Dasein zurückzuverschaffen: Eine befristete Lebensversicherung soll Monsieur L. davon überzeugen, dass die irdische Existenz durchaus etwas ist, an dem zu hängen sich lohnt. Die Folge ist ein gewaltiges Tohuwabohu aus Missverständnissen, Liebes- und Geldgierbekundungen, währen dessen Arthur immerhin die Bekanntschaft der reizenden Striptänzerin Alexandrine (Ursula Andress) macht…

Lose basierend auf einer Vorlage von Jules Verne nimmt sich dieses dritte farbenprächtige Abenteuer, das Philippe de Broca ganz auf seinen Hauptdarsteller zuschneidet, mindestens ebenso kregel und hyperaktivistisch aus wie der direkte Vorgänger „L’Homme De Rio“. Auch noch etwas alberner und mit deutlich erhöhtem Personal angereichert präsentiert sich der Film, der den etwas befremdlichen Titel der Tatsache verdankt, dass die Yacht Arthur Lempereurs gerade im Hafen von Hong Kong vor Anker liegt und die Kronkolonie somit den Haupt-Handlungsort stellt. Dennoch gibt es Ausflüge nach Indien und Nepal, die Bébel einige spektakuläre Szenen mit Bergen, Schnee, Religionsfanatikern und einem Heißluftballon verfügbar machen sowie ins südchinesische Meer nebst Insel-Showdown. Die Figuren-Ménagerie umfasst neben dem anfangs mit einer bescheuerten Tolle auftretenden Bébel, seinem exotischen Mentor und der Andress noch einen erztreuen Butler (Jean Rochefort), zwei tölpelhafte Versicherungsangestellte (Mario David, Paul Préboist), eine fiese Schwiegermutter in spe (Maria Pacôme), deren verblödeten Hofmacher (Jess Hahn) und, als Krönung sozusagen, einen fetten Gangsterboss (Joe Saïd), der Monieur L. unbedingt das Lebenslicht ausblasen will. Hinzu kommt wiederum ein Dauerfeuerwerk aus teilweise albernsten Gags und Stunts, einige betörende Einstellungen rund um die in Bestform befindliche Ursula Andress und diverse andere Zwangsmethoden, dem Publikum nur ja kein Sekündchen der Langeweile zu gönnen. Diese Mission dürfte dann wohl als geglückt zu verbuchen sein.

7/10

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