THE DARK EYES OF LONDON

„But… where’s your friend Lou?“

The Dark Eyes Of London (Der Würger von London) ~ UK 1939
Directed By: Walter Summers

Immer wieder ertrinken in der Themse wohlhabende Geschäftsleute aus Übersee, die allesamt etwas gemeinsam haben: Sie waren durchweg bei der „Greenwich Insurance“ lebensversichert. Deren Vorsitzender, ein retirierter Mediziner namens Dr. Orloff (Bela Lugosi), bestreitet jedwede böswillige Absicht hinter den Todesfällen und leugnet diese als Koinzidenzen ab. Inspector Holt (Hugh Williams) vom Yard ist sich jedoch sicher, dass Orloff mehr über die Vorkommnisse weiß. Eine Spur führt in das Blindenheim des Professor Dearborn, in dem auch Orloff ein- und ausgeht und zudem ein Behandlungszimmer betreibt. Holt schleust Diana (Greta Gynt), die Erbin des just auf die bekannte Weise verstorbenen Henry Stuart (Gerald Pring) als Sekretärin bei Dearborn ein. Dort macht die junge Dame bald die Bekanntschaft des ungeschlachten Jake (Wilfred Walter)…

Zwischendrein mal ein anderer Wallace, einer nämlich, der nicht aus Preben Philipsens Rialto-Produktion stammt und der darüberhinaus sogar zwanzig Jahre zuvor und in Wallaces Heimatland entstanden war. Natürlich bestand der eigentliche Clou des Films zumindest zu dessen Entstehungszeit weniger darin, einen Roman des vielgelesenen Kriminalautoren adaptiert zu haben, als vielmehr im Engagement des Horrorstars Bela Lugosi für die Rolle des Schurken. Einmal mehr agiert Lugosi hier als der große Aristokrat des Irrsinns, indem er eine Mixtur aus gewöhnlichem Verbrecher und verrückt gewordenem Mediziner mit sadistischen Neigungen vom Stapel lässt. Wie es sich für einen ordentlichen mad scientist gehört, hat Orloff/Dearborn natürlich auch ein entstelltes Faktotum, das ihm den Großteil der Drecksarbeit abnimmt Und Wilfred Walter als Jake ist wirklich eine Schau: In seiner Maske, die durch schlurfenden Gang und grunzende Rudimentärsprache ergänzt wird, gleicht der Mann eher einem Werwolf denn einem wehrlosen Blinden, übermäßiger Haarbewuchs und Spitzohren inbegriffen. Neben den Auftritten Lugosis sind es also besonders die von Walter, die diesem leicht angestaubten, aber keinesfalls überfälligen Schätzchen ein eindeutiges Übergewicht in Richtung Horror bescheren.

7/10

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