DØD SNØ 2

Zitat entfällt.

Død Snø 2 (Dead Snow: Red vs. Dead) ~ NO/IS/UK/USA 2014
Directed By: Tommy Wirkola

Nachdem der immens gebeutelte Martin (Vegar Hoel) schon glaubt, er habe Oberst Herzog (Ørjan Gamst) und seine Armee von Nazi-Zombies endlich durch die Übergabe des Goldes beschwichtigt, will der zerfledderte SS-Offizier ihm gleich wieder ans Leder. Dabei kommt es zu einer verhängnisvollen Fügung – Herzog erinnert sich an seinen letzten, damaligen Auftrag, der geradewegs aus dem Führerbunker kam und will ihn jetzt nachträglich durchführen: Die komplette Auslöschung des schönen Städtchens Talvik. Martin, den alle Welt verdächtigt, seine Freunde auf dem Gewissen zu haben, bekommt derweil unfreiwillig Herzogs rechten Arm angenäht und erhält damit besondere Fähigkeiten. Gemeinsam mit drei amerikanischen Zombiekämpfer-Nerds (Martin Starr, Jocelyn DeBoer, Ingrid Haas) und der Unterstützung einer kurzerhand wiederweckten Abteilung der Roten Armee, die Herzog auf dem Gewissen hat, geht es gegen die mittlerweile um einen Tiger-Panzer aufgerüsteten Nazi-Untoten.

Nachdem Tommy Wirkola von Hollywood entdeckt wurde und dort „Hansel & Gretel: Witch Hunters“ inszenieren durfte, erinnerte er sich seiner frühen Sporen und kehrte in die alte Heimat zurück, um seiner kleinen Splatter-Komödie „Død Snø“ ein um das mehr denn vierfache Budget vergoldetes Sequel folgen zu lassen. Erfreulicherweise haben seine vormaligen Wirkungsgenossen ihn ebenso wenig vergessen wie er sie und so bietet „Død Snø 2“ ein schönes Stelldichein, dessen potenzierte Kosten sogar erfreulich sinnvoll und gut sichtbar zum Tragen kommen. Zudem hat Wirkola offenbar Einiges dazu gelernt in Übersee, denn er erweist sich als besonders in Sachen Actionsequenzen sehr beflissener Handwerker, der auch bei größerem szenischen Chaos stets den Überblick walten lässt. Zwar teilt auch der Ableger einige Schwächen mit dem Original (die ewigen „Star Wars“-Zitate einer der beiden Damen des ohnehin allzu albernen Zombie-Schlachter-Trios etwa sind nicht komisch, sondern in höchstem Maße abgestanden und ranzig), arbeitet ebenso jedoch dessen Stärken umso prägnanter heraus. Die Nazi-Zombies, diesmal ergänzt um eine Art mumifizierten Dr. Mengele (Jesper Sundnes) können heuer sogar sprechen, respektive grunzen, und Oberst Herzog entwickelt okkulte Superkräfte zwecks Rekrutierung neuer Wehrarmisten für seinen Privatfeldzug. Wer zu den nicht wenigen Zeitgenossen zählt, der sich insgeheim schon immer wünschte, dass nervige Kids politisch unkorrekterweise endlich auch mal ihr Fett abkriegen, der erhält gleich mehrere Momente zum Frohlocken und mit (s)einem nekrophilen Techtelmechtel zum Abschluss (der allerdings wieder mal einiger gesundverständiger Logik entbehrt, doch sei’s drum) garniert Wirkola diese Torte der Geschmacklosigkeiten mit einem finalen Sahnehäubchen. Nicht nur eine gelungene Fortsetzung somit, sondern die Ausnahme von der Regel des prinzipiell schwächeren Nachzüglers.

7/10

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