THE FALLING

„It’s the same principle.“

The Falling (Alien Predators – …es gibt kein Entrinnen) ~ USA/E 1985
Directed By: Deran Sarafian

Ein unweit von Madrid abgestürztes Skylab der NASA bringt gefährliche, außerirdische Mikroben zur Erde, die den von ihnen infizierten Wirt zunächst wahnsinnig werden lassen, um dann rund 48 Stunden später aus dessen Körper hervorzubrechen und ihn dabei zu töten. Zufällig befinden sich gerade die drei amerikanischen Freunde Michael (Martin Hewitt), Damon (Dennis Christopher) und Samantha (Lynn-Holly Johnson) auf Europatour und kommen mit ihrem Reisebus an dem kleinen Nest Duarte vorbei. Dort kommt ihnen prompt alles etwas merkwürdig vor, und tatsächlich: Die Einwohner Duartes sind durchweg Opfer der parasitären Aliens. Ein ebenfalls zugegener Wissenschaftler (Luis Pendes), der um die extraterrestrische Bedrohung weiß, hilft dem Trio aus dem Schlamassel. Vorläufig…

Das Regiedebüt von Richard C.-Sohn Deran Sarafian, der sich zuvor hier und da als Nebendarsteller betätigte, ist ein nettes, kleines Gürkchen. Mit einer kleinen amerikanischen Crew reiste Serafian in Spanien an, wo er „The Falling“ für den einheimischen Produzenten Carlos Aured inszenierte. Aured beklagte später, er habe einen wesentlich seriöseren Ansatz für das Projekt im Kopf gehabt, der jedoch von der laxen Unerfahrenheit und der allzu großen Freigiebigkeit der US-Teammitglieder torpediert worden sei. Am Ende waren Zeitplan und Budget überschritten und Aured mit den Nerven runter. Der Film hing dann drei Jahre lang in der Postproduktionsschleife, bis er schließlich, in Anlehnung an überaus offenkundige Erfolgsvorbilder unter dem mäßig einfallsreichen Titel „Alien Predator(s)“ veröffentlicht wurde.
Die drei jungen Hauptdarsteller Christopher, Hewitt und Johnson nahmen die ganze Kiste wohl nicht eben ernst und benehmen sich, Erstgenannter allen voran, wie bei einem tatsächlichen Ferienausflug. Dass „The Falling“ dadurch mindestens zu einem Drittel bereitwillige Comedy macht, passt im Grunde auch nur hervorragend zur lustvoll-eklektischen Konzeptfreiheit des Ganzen. Die logisch arbeitende Kognition sollte der wohlmeinende Zuschauer für die Zeit der Spieldauer folgerichtig ad acta legen, da Script und Narration vor losen Enden und Lücken strotzen wie ein ausrangierter Fliegenfänger. So bleiben vor allem ein paar schön eklige Make-Up-F/X hängen und natürlich die fiesen, spinnbeinigen kleinen Biester (wobei hier eigentlich die Singularform zutreffender wäre), deren (bzw. dessen) einzigen vollblütigen Einsatz man sich allerdings für den Post-Showdown aufhob. Eine wirklich hübsche Kuriosität.

5/10

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