I SETTE MAGNIFICI GLADIATORI

Zitat entfällt.

I Sette Magnifici Gladiatori (Die sieben glorreichen Gladiatoren) ~ I 1983
Directed By: Bruno Mattei/Claudio Fragasso

Irgendwann, vor rund 2000 Jahren: Das Dörfchen Clusium wird regelmäßig von dem grausamen Nicerote (Dan Vadis) und seiner Vandalenhorde tyrannisiert. Aufmüpfige Männer werden hingerichtet, die Frauen müssen ihn zuwillen sein, die Ernte wird zu großen Teilen beschlagnahmt. So wird die Priesterin Pandora (Carla Ferrigno) ausersandt, einen rechtmäßigen Träger für das Schwert des Jupiter zu finden, der Nicerote und seine Mannen in die Flucht schlagen soll. In dem muskulösen Barbaren Han (Lou Ferrigno) ist bald der passende Recke hervorgetan und gleich sechs Freunde (Brad Harris, Sybil Danning, Robert Mura, Emilio Messina, Giovanni Cianfriglia, Salvatore Borghese) unterstützen ihn. Der just entbrennende Kampf findet zunächst keinen wahren Sieger, bis Nicerote empfindlich an der Ehre der sieben Kämpfer kratzt…

Kurosawas „Shinichin No Samurai“ inspirierte das okzidentale Kino so nachhaltig wie kaum ein anderer Film aus Fernost. Nachdem John Sturges mit „The Magnificent Seven“ nur sechs Jahre später ein wiederum genreprägendes Werk, diesmal einen Western, vom Stapel ließ (dem gerade erst ein eigenes Remake zuteil wurde), nahm sich nach immerhin drei jenem folgenden Sequels und einer längeren Pause Roger Corman des Sujets der sieben Söldner an und schickte das Ganze in Form des campigen Science-Fiction-Abenteuers „Battle Beyond The Stars“ auf Leinwandkurs. Damit fand sich zugleich die altehrwürdige Aura des Topos der Sieben durchbrochen und der Weg frei für weitere Trivialisierungen. Deren nächste ließ dann auch nicht mehr ganz so lang auf sich warten und folgte bereits drei Jahre später von italienischer Seite mit „I Sette Magnifici Gladiatori“. Dieser trug gewissermaßen immerhin noch als angehängtes Kettenglied das Feuer von Sturges‘ Erstadaption weiter, denn Sybil Danning war in einer fast analogen Rolle bereits in „Battle Beyond The Stars“ zu sehen gewesen, in dem ferner wiederum Robert Vaughn von den (amerikanischen) Original-Sieben angetreten war. Ansonsten ist der von dem berüchtigten Duo Mattei/Fragasso familiengerecht geklöppelte Spaß allerdings nicht viel Anderes denn eine weitere Peplum-Reanimierung der Frühachtziger, die ja vor allem auf den schwindelerregenden Bizeps des soeben für die Europloitation aufgerissenen Brooklyner Bodybuilders Lou Ferrigno setzte(n). Neben dem auf Formhöhepunkt befindlichen Ferrigno wirkt sogar der (bekanntlich physisch ebenfalls) sehr statthafte Brad Harris als dessen bester Kumpel Scipio beinahe mickrig. Dennoch ergeben die Sieben, zu denen sich unter anderem noch der allseits verlässliche Sal Borghese gesellt, als Gesamtpaket eine schöne Melange aus Altbekanntem und neo-italienischer Rustikalität, wenngleich die mythologische Flexibilität der Geschichte (griechische und römische Historien- und Sagenwelten werden völlig unzusammenhängend verwoben, vermischt, gefressen und um ein paar Gran Fragasso-Magensäure ergänzt wieder ausgekotzt, um sich dann zu einer grenzvulgären Anti-Geschichtsstunde vermengt zu finden) gelinde formuliert haarsträubend ausfällt. Wir erleben zudem noch Cannon-Regular Yehuda Efroni als hethitisch aussehenden, aber (so behauptet uns Autor) doch römischen Kaiser mitsamt räudigem Imperatorenwahn. Eine Menge billiger Spaß also, inmitten oller Ruinen.

5/10

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