THE MISSISSIPPI GAMBLER

„Let’s go back on the boat.“

The Mississippi Gambler (Die Welt gehört ihm) ~ USA 1953
Directed By: Rudolph Maté

Der junge Abenteurer Mark Fallon (Tyrone Power) entschließt sich, sein Glück als Polerspieler auf einem der Mississippi-Raddampfer zu versuchen. In dem älteren Kansas John Polley (John McIntire) findet er bald einen verlässlichen Freund und Partner. Nicht jeder Konkurrent findet Gefallen an Marks absolut ehrlicher Art des Spielens und so kommt es bald zu Konflikten, darunter auch mit Laurent (John Bear) und Anqelique (Piper Laurie), den Sprösslingen des reichen Lebemanns Edmond Dureau (Paul Cavanaugh) aus New Orleans. Als Mark diesen vor Ort kennen lernt, gewinnt er einen weiteren treuen Freund. Dass er zudem gern Angeliques Herz gewönne, sieht Dureau Senior gern – nur sie selbst leugnet stolz die Option ab, mit einem solch „edlen Schurken“ wie Mark anzubendeln und stürzt sich stattdessen in eine unglückselige Ehe mit dem Bankier George Elwood (Ron Randell). Das nun entbrennende Liebes- und Glückskarussell überlebt nicht jeder…

Wundervoller Gambler- und Südstaatenwestern, in dem Tyrone Power leider nur wenig Gelegenheit zum swashbuckling erhält, dafür jedoch als etwas verruchter Galan eine umso bessere Figur macht. Die typgerechte Rolle des Mark Fallon steht ihm unbedingt ausgezeichnet. Unterstützt wird er durch einen nicht minder charismatischen Support, darunter den stets verlässlichen John McIntire, Paul Cavanaugh als liebenswertem Schwiegervater in spe, das unliebsame, schwarze Familienschaf John Bear  und die wunderschöne Julia Adams, die es irgendwie leider nie in die erste Reihe der Hollywood-Diven geschafft hat, sowie eine auf den ersten Blick kaum wahrnehmbare Legion an Cameos.
Wer Piper Laurie nur von ihren Spätauftritten her kennt, dürfte sich (wie ich selbst) wundern, was sie dereinst mal für ein quirliges Jungfrauenzimmer abgab. Unerfüllte Liebe, Ränkespiele, mannhafte Duelle, romantischer Wahn und im Atelier kreiertes Lokalkolorit bestimmen das Bild dieses vielleicht schönsten Films des Routiniers Rudolph Maté, der angesichts soviel überkochender Emotion beinahe über sich hinauswächst.
Ansonsten und darüber hinaus gewiss ein mehr denn lohnenswerter Fall für die Restaurationsabteilung, die die im Angesicht von sechs Jahrzehnten etwas verblichenen Farben zu neuem Erstrahlen bringen könnte. Wenn es ein Technicolor-Film verdient hat, in seinen glanzvollen Originalzustand (zurück-)versetzt zu werden, dann ist dies „The Mississippi Gambler“!

9/10

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