SETTE ORCHIDEE MACCHIATE DI ROSSO

Zitat entfällt.

Sette Orchidee Macchiate Di Rosso (Das Rätsel des silbernen Halbmonds) ~ I/BRD 1972
Directed By: Umberto Lenzi

Ein irrer Frauenmörder, der in den Händen seiner Opfer jeweils ein silbernes Amulett in Form eines Halbmondes drapiert, macht Rom unsicher. Als der Unhold im Nachtzug auch Giulia (Uschi Glas), die frisch Angetraute des Modedesigners Mario (Antonio Sabato), attackiert, setzte dieser alles daran, den Killer dingfest zu machen. Während Giuila zu ihrem eigenen Schutz offiziell für tot erklärt wird, begibt sich Mario auf eigene Faust und toleriert von dem zunächst etwas misstrauischen Inspettore Vismara (Pier Paolo Capponi) auf die Suche. Dabei deckt er bald einige elementare Fakten auf, so zum Beispiel, dass sämtliche Opfer zwei Jahre zuvor zur selben Zeit im toskanischen Seehotel von Giulias Eltern residiert haben sowie dass der mutmaßliche Mörder ein regelmäßiger Kirchgänger sein soll. Außerdem scheint ein damals geschehener, schrecklicher Autounfall eine elemetare Rolle für das Mörderpuzzle zu spielen…

In den letzten Jahren der wendlandtschen Wallace-Produktionen machte sich eine deutliche Abkehr vom ursprünglich etablierten Schema bemerkbar, die sich mit den letzten beiden Produktionen der Reihe, neben Lenzis „Sette Orchidee Macchiate Di Rosso“ war das „Cosa Avete Fatto A Solange?“ von Massimo Dallamano, zum Einen endgültig emanzipierte und zum Anderen zum grande finale der altehrwürdigen Serie läutete. So standen beide Filme trotz der Mitwirkung weniger deutscher Akteure und Aktricen fast gänzlich unter italienischer Kreativägide und waren im Prinzip wesentlich mehr Giallo als Edgar Wallace. Dabei gab sich „Sette Orchidee“, zumal in Anbetracht Lenzis späterer, ausgelassener Blubäder noch halbwegs verhalten: Die Mordsequenzen, so sie denn überhaupt onscreen stattfinden, nehmen sich verträglich aus und die Mitwirkung von Uschi Glas garantiert gewissermaßen ein gesundenes Vorhandensein ästhetischer Moderation. Dennoch schlägt man hier und da geflissentlich über die Stränge; der deutsche Dialog (Rainer Brandt) gestattet sich immer wieder ein leichtes Über-die Stränge-Schlagen, es gibt ein paar schlüpfrige Nacktaufnahmen und die Psychedelik des Giallo tastet sich gemächlich vor in Form der grandiosen Musik Riz Ortolanis, einem famosen Auge für geschmackvolle Innenarchitekturen und Sequenzen wie der in der Drogen- und Künstlerkommune des in den Fall verwickelten Heroinusers Barrett (Bruno Corazzari). Auch die verquaste bis umständliche Story, hinter der sich der völlig verplante (und angesichts dessen sonstigen Geschicks komplett unglaubwürdiger) Racheakt eines verrückt gewordenen Bruders verbirgt, dient einzig und allein als Alibi für die unbändige Lust an Form und Atmosphäre, die diesen Film, wie viele andere Gialli auch, erst wirklich sehenswert werden lässt.

7/10

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