LA BATTAGLIA DI MARATONA

Zitat entfällt.

La Battaglia Di Maratona (Die Schlacht von Marathon) ~ I /F 1959
Directed By: Jacques Tourneur

490 v.u.Z.: Als sich die riesige persische Streitmacht unter König Darius (Daniele Vargas) anschickt, ganz Hellas einzunehmen, ist der opportunistische Teokrit (Sergio Fantoni) längst auf Seiten der Invasoren. Doch seine Intrigen nutzen ihm nichts gegen den aufrechten Olympioniken Phillipides (Steve Reeves), der es schafft, Spartaner und Athener im Kampf gegen die Perser zu vereinen, die Feinde an der Heeresspitze stehend zurückzudrängen und die schöne Andromeda (Mylène Demongeot) für sich zu gewinnen.

Dieses hübsche Peplum-Spektakel ist auf den ersten Blick vor allem deshalb interessant, weil es, zumindest nominell, von Jacques Tourneur (unter Pseudonym) unter mehr oder weniger tatkräftiger Mithilfe Mario Bavas inszeniert wurde. Zugegeben – von Bavas berühmten Farbexzessen ist hier nicht viel zu sehen, das diesbezügliche „Warum“ ist aber recht schnell aufgetan: Bava übernahm nämlich die Regie von Tourneur erst in den letzten Produktionstagen, weil dieser den im Auslaufen begriffenen Vertrag nicht zu verlängern wünschte. Ferner soll laut der Biographie Mylène Demongeots ohnehin weniger Tourneur denn sein Regieassistent Bruno Vaïlati zur Inszenierung des Films beigetragen haben. Viel Hin und Her wie man’s von den Italienern gewohnt ist und an dessen Ausguss ein ganz ordentlicher Muskelmeier steht, wenngleich Steve Reeves im Vergleich zu bodybuildenden Kollegen wie Reg Park und Mark Forest ja immer etwas schmaler daherkam. Er ist dann hier aber auch kein Halbgott oder sonstwie mythologischer Protz, sondern der Bote Philippides, der nach seinem 42-Kilometer-Lauf die Kunde vom Sieg der Athener über die Perser bei Marathon brachte, danach jedoch vor Erschöpfung starb – nach geschichtlicher Überlieferung war das vorhergehende Hilfsgesuch bei den Spartanern weniger von Erfolg gekrönt, diese mussten nämlich erst ein vom Orakel angesetztes Fest zu Ende zu feiern. So hat Tourneurs/Vaïlatis/Bavas Geklittere gewohnt wenig mit Historizität gemein, was aber auch vollkommen egal ist, denn solche ist an einer Adresse wie dieser ohnehin nicht bestellbar. Kurzweilig und heimelig ist „La Battaglia Di Maratona“ trotzdem allemal und für einen Peplum-Abend abseits phantastischer Elemente fraglos trefflich geeignet.

6/10

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