THE ALLIGATOR PEOPLE

„I’ll kill you, Alligator Man!“

The Alligator People (Im Sumpf des Grauens) ~ USA 1959
Directed By: Roy Del Ruth

Just an seinem Hochzeitstag verschwindet Paul Webster (Richard Crane), Ehegatte der hoffnungslos überrumpelten Joyce (Beverly Garland), spurlos aus dem Zug.
Die verzweifelte Suche Joyces führt sie Monate später mitten in das Sumpfgebiet Louisianas, zu der Plantage „The Cypresses“, wo angeblich Pauls Familie ansässig sein soll. Die Hausherrin Mrs. Hawthorne (Frieda Inescort) erweist sich als recht abweisend Joyce gegenüber und behauptet, Paul nicht zu kennen. Doch die Wahrheit lässt sich nicht lang verleugnen: Paul wurde einst Opfer eines schweres Flugunfalls, der ihn bis zur Unkenntlichkeit entstellte. Der Zellenforscher Dr. Sinclair (George Macready) vermochte Paul zwar gänzlich wiederherzustellen, jedoch nur befristet. Macreadys „Kur“ bestand darin, Paul (und andere Unfallopfer) mit Alligatoren-Hormonen zu behandeln. Einige Zeit später jedoch durchbrach die Echsen-DNA ihr menschliches Exterieur und die Patienten verwandelten sich in schuppige Alligator-Menschen. Eine letzte Behandlung mit Kobalt-Bestrahlung könnte den ersehnten Heilprozess nach sich ziehen, doch der versoffene Plantagen-Angestellte Manon (Lon Chaney Jr.) hat mit Paul noch eine Rechnung offen…

Dieses kleine SciFi-Drama, von der Fox als companion piece zu Edward Bernds „Return Of The Fly“ produziert, weist mancherlei Ähnlichkeiten zu seinem Gegenstück auf. Hier wie dort geht es um unglückselige Personen, die sich aufgrund missglückter, wissenschaftlicher Versuche in Tier-/Mensch-Hybriden verwandeln und mit ihrem schrecklichen Schicksal hadern. Die Forschung wird dabei jeweils als Fluch wider Willen denunziert – gut gemeint und zu gemeinprofitablem Wohle bestimmt, wenden sich die Experimente gegen sämtliche ihrer Teilnehmer bzw. Initiatioren und ziehen sie ins Verderben. Sowohl in „Return“ als auch in „The Alligator People“ trägt ferner noch jeweils ein zusätzlicher, humaner Störfaktor zum Misslingen der Chose bei – hier ist es Lon Chaney Jr., wie häufig in späteren Karrierejahren und angesichts persönlicher, ungesunder Vorlieben nicht ganz von ungefähr als tumber Suffkopf dargestellt, der nach dem Genuss seines Selbstgebrannten auf besonders dumme Ideen kommt. Am Ende ist nicht ganz klar, ob jener Cajun Manon oder Dr. Sinclairs Fehlkalkulation die finale Transformation auslösen; in jedem Falle ist der tragische Alligatormann mit Echsenkopf und Gummi-Overall  ein unbedingtes Muss für jedweden Freund angenehmer, klassischer Monster-Unterhaltung, die in diesem Falle, auch wenn sich nach der Lektüre der filmischen Prämisse sicher anderes vermuten lässt, durchaus gediegen aus der Kurve kommt. Dazu trägt auch die dramatisierende Rahmenhandlung bei, in der sich zwei Psychiater (Bruce Bennett, Douglas Kennedy) von der hypnotisierten, amnesischen Joyce Webster ihre traurige Geschichte anhören und eine professionelle Entscheidung darüber zu treffen haben, ob sie sie weiterhin ihrem unbewussten Verdrängungsmechanismus anheim stellen dürfen.

7/10

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s