ROGUE ONE

„Make ten men feel like a hundred!“

Rogue One ~ USA/UK 2016
Directed By: Gareth Edwards

Über dem gesamten Universum schwebt die schreckliche Gewissheit, dass das Imperium über eine neue, gewaltige Superwaffe verfügt, die auf einen Streich ganze Planeten auslöschen kann. Durch eine über Umwege geschickte, holographische Nachricht ihres seit dem gewaltsamen Tode von Jyns Mutter (Valene Kane) zwangsweise als imperialer Ingenieur beschäftigten Vaters Galen (Mads Mikkelsen) erfährt die junge Jyn Erso (Felicity Jones) nicht nur von dessen Beteiligung an der „Todesstern“ genannten Kampfstation, sondern zugleich von einer bewusst darin eingebauten Schwachstelle. Entgegen der Entscheidung der Rebellion zieht Jyn mit einigen neuen neuen Verbündeten zu dem Planeten Scarif, auf dem sich das imperiale Archiv befindet, in dem wiederum die Konstruktionspläne des Todessterns lagern…

Viele der Versäumnisse des letzten ordinalen „Star-Wars“-Kapitels bügelt Gareth Edwards recht ordentliches spin off wieder aus. Zudem versuchen der Regisseur und seine Autoren „Rogue One“ vor allem für die Liebhaber der Ur-Trilogie konsumierbar zu machen, indem sie zahlreiche ästhetische und inhaltliche Querverweise in Richtung des Originalfilms von 1977 und ansatzweise auch dessen zwei Sequels Einzug in ihren Wurmfortsatz halten lassen. Das bewährte Stilmittel der „used future“, also der Eindruck, futuristische Technologie oder Architektur verbraucht und veraltet erscheinen zu lassen, hat das Franchise seit 1983 nicht mehr so glaubhaft auf die Beine stellen können. Ferner begegnen uns neben den neu etablierten Protagonisten, denen die Story des Films quasi ihr „überfälliges Heldendenkmal“ setzt, auch einige alte Bekannte, wenn auch häufig in winzigen Cameos: Die Rebellenführerin Mon Mothma (Genevieve O’Reilly) etwa, der Droide C-3PO (Anthony Daniels), Darth Vader (Spencer Wilding/Daniel Naprous) natürlich, die junge Prinzessin Leia oder Grand Moff Tarkin, für deren „Rückkehr“ man den SchauspielerInnen Invild Deila respektive Guy Henry digitale Masken der originalen Konterfeits von Carrie Fisher und Peter Cushing verabreichte. Der entsprechende Effekt gerät ebenso verblüffend wie gespenstisch. Insgesamt würde ich den zuständigen Kreativen attestieren, sehr viel mehr Herzblut, Empathie und fandom in ihren Film einfließen gelassen zu haben als zuletzt J.J. Abrams und Konsorten, oder zumindest, dass sie das, was „Star Wars“ für den etwas gealterten Anhänger ausmacht, deutlich erfolgreicher zu präservieren wussten. Von einer Rückkehr der „alten Magie“ mag ich zwar noch immer nicht mit Überzeugung sprechen, aber ein erstes, echtes Fähnchen wäre mittels des properen Einsatzes von Tie Fighters und X-Wings zumindest schonmal gesetzt.

8/10

RED MOUNTAIN

„Unbelievable! A betrayer!“

Red Mountain (Die Hölle der roten Berge) ~ USA 1951
Directed By: William Dieterle

Colorado, 1865: Während der Sezessionskrieg in den letzten Zügen liegt, versucht der marodierende General William Quantrill (John Ireland), durch Paktschließungen mit Indianerhäuptlingen Boden für die fast bezwungene Südstaatenarmee gut zu machen. Der als ausgezeichneter Stratege geltende Captain Sherwood (Alan Ladd) soll in der Prärie zu Quantrill und seinen Leuten stoßen. Doch der unschuldig wegen Mordes am Bankier Braden (Dan White) verurteilte Goldsucher Lane Waldron (Arthur Kennedy) und seine Braut Chris (Lizabeth Scott) kommen Sherwood in die Quere, zumal dieser als tatsächlicher, wenngleich im Recht befindlicher Mörder sich für Waldron verantwortlich fühlt. Sherwood muss zu seinem ideologischen Leidwesen bald feststellen, dass Quantrill längst ein fanatischer Despot geworden ist, dem seine verqueren Ziele über alles gehen und der längst jedweden Blick für humane Gerechtigkeit eingebüßt hat. Zumal er sich längst in Chris verliebt hat, stellt sich Sherwood gegen die eigenen Leute…

William Dieterles – sieht man von seiner Aushilfsarbeit an King Vidors „Duel In The Sun“ ab – einziger Western (mit einigen von John Farrow inszenierten Sequenzen) lässt es bedauerlich erscheinen, dass der gebürtige Ludwigshafener nicht umtriebiger war in diesem Genre. Sein visuelles Gespür für Landschaften, für Technicolor und auch jenes für die teils widerstreitenden Beziehungen der Charaktere zueinander (das man insbesondere aus seinen vielen Biographien der dreißiger und vierziger Jahre kennt) entpuppen sich als hervorragender Zugewinn für das Sujet des Bürgerkriegswestern „Red Mountain“. Einmal mehr kreist dieser um den historischen William Quantrill, einen geächteten Konföderierten-Offizier, der sich an die Spitze einer relativ lose organisierten Gruppe von bushwackers setzte und paramilitärische Einsätze gegen die Union mit teils etlichen Zivilopfern leitete. Bezüglich der möglichen Authentizität der in „Red Mountain“ geschilderten Ereignisse darf man getrost von blühender Phantasie ausgehen: Weder dürfte Quantrill geplant haben, Indianerstämme unter dem Südstaatenbanner und gegen Lincoln zu vereinigen, noch hat Alan Ladd ihn auf dem Gewissen: Quantrill starb dort, wo er vornehmlich wirkte: In Kentucky, nachdem er mit seinen Männern in einen Hinterhalt der Blauröcke geraten war und von einem Unionssoldaten eine Kugel in den Rücken bekommen hatte. „Red Mountain“ schmückt das Ganze freilich sehr viel abenteuerlicher aus, was aber gar nicht stört – sehr wohl aber, zumindest ein wenig, die Tatsache, dass Ladd am Ende mit Lauren-Bacall-Lookalike Lizabeth Scott weiterziehen darf, nachdem sie ihren eigentlichen Galan Arthur Kennedy abgesägt hat und dieser den Heldentod sterben musste. Der gerechtigkeitsliebende Romantiker in mir kann derlei illoyale Wendungen einfach nicht leicht verdauen. Aber ernsthaft: schöner Film.

8/10

FIERAS SIN JAULA

Zitat entfällt.

Fiera Sin Jaula (Im Rausch der Sinne) ~ E/I 1971
Directed By: Juan Logar

Der alternde, reiche Witwer Ronald Marvelling (Curd Jürgens) hätte es besser wissen müssen: als er Alecsa (Rosalba Neri), die Studienfreundin seiner Tochter Catherine (Emma Cohen) zur neuen Frau nimmt, holt er sich damit ein durchtriebenes und hochpromiskes Pflänzchen ins Haus, das sich vor allem für die Moneten des silberhaarigen Briten begeistert. Als Marvelling schließlich feststellt, dass Alecsa sich auch nach mehrfachem, guten Zureden nicht von ihrem Haupthengst Pietro (Joan Luis Galiardo) trennen mag, entwickelt er einen perfiden Racheplan, der das saubere Pärchen geradewegs in die Hölle schickt.

Allerbestes Kolportage-Kino aus mediterranen Gefilden, das uns normannischen Kleiderschrank trotz (oder gerade wegen) des Groschenromanszenarios in süffisanter Bestform präsentiert. Stets ein Glas Whiskey zur Hand interpretiert er den tödlich Gekränkten und enttäuschten Gentleman als einen semiliterarischen Nachfolger des gehörnten Ehegatten, der sein Weib lebendig einmauert, um ihr die nötige Reue abzuringen. Dabei hat Jürgens es nie nötig, aufbrausend oder cholerisch aufzutreten, seine tiefe Verletztheit nimmt man ihm insbesondere infolge seines prononciert kontemplativen Spiels ab. Regisseur Logar, ein vergleichsweise spärlicher Arbeiter, findet dafür nicht nur die passende Visualität, sondern inszeniert vor allem das vorübergehende Gefängnis der Lotterliebenden, ein durch architektonische Finessen hermetisch abgeriegeltes Schlafzimmer in einem einsamen Herrenhaus in der Küste nebst angrenzendem Bad, mit brillantem Verstand für Raumkonstruktion. Eine erlesene Kulisse für eine gemeinsame Reise in den Wahn, den initiierenden Faktor als mahnende Leiche allgegenwärtig. Durch ein geschicktes Konstrukt aus Rückblenden wird die lokale Geschlossenheit zwar immer wieder aufgebrochen, aber bleibt doch stets allgegenwärtig. Das zwingende Resultat ist spanische Genrekunst höchsten Grades.

8/10

UNLAWFUL ENTRY

„Don’t shoot! I’m a lawyer!“

Unlawful Entry (Fatale Begierde) ~ USA/J 1992
Directed By: Jonathan Kaplan

Nach einem gewaltsamen Einbruch bei dem Vorstadt-Ehepaar Michael (Kurt Russell) und Karen Carr (Madeleine Stowe) erweist sich der rasch vor Ort befindliche Officer Davis (Ray Liotta) als patenter Seelentröster und Berater. Ein paar Tage später lädt Davis Michael sogar ein, ihn und seinen Partner Cole (Roger E. Moseley) auf Streife zu begleiten. Nachdem Cole bereits ausgestiegen ist, präsentiert Davis seinem mitfahrenden Gast ein besonderes Bonmot: Den Einbrecher (Johnny Ray McGhee) von neulich. Das Angebot, den Kriminellen zusammenzudreschen lehnt Michael ab, während Davis ausgiebig Gebrauch davon macht. Nach diesem Zwischenfall will Michael nichts mehr mit dem offenbar schwer gestörten Cop zu tun haben, doch Davis lässt sich nicht vertreiben. Er hat ein Auge auf Karen geworfen und versucht mit allen Mitteln, Michael aus dem Weg zu räumen…

Your usual ‚cyco movie: Diesmal ist es kein Minderjähriger, kein Fan, kein Kindermädchen oder Nachbar, sondern niemand Geringerer als dein uniformierter Freund und Helfer, der den Alltag eines unbescholtenen, bourgeoisen Ehepaars aus den Angeln hievt und sich im Laufe seiner Attacken zu einem immer obsessiveren Monster entwickelt. Ansonsten bereitet Corman-Eleve Kaplan das Ganze so gewohnt und konsumierbar auf wie eh und je; der anfänglich trotz etwas (geschickt angedeuteter) mysteriöser Umwaberung noch halbwegs sympathisch gezeichnete Streifenpolizist entpuppt sich bald als explosiver Gewalttäter, der, einmal getriggert, buchstäblich über Leichen geht, um an sein Ziel zu gelangen. Die psychologische Determinante fällt dabei freilich etwas hemdsärmelig aus; Pete Davis, so erfahren wir, ist nämlich ein hoffnungslos vereinsamtes Lichtlein, das zu glauben beginnt, Michael Carr habe schlichtweg nicht genug Ei in der Hose, um seine wohlgeformte Frau adäquat vor der Unbill der Welt schützen zu können. Dass er angesichts dieser Prämisse auf einen so dermaßen (selbst-)zerstörerischen Feldzug gehen soll, mutet, freundlich formuliert, nur  bedingt glaubhaft an. Hoffnungslos klischiert eingearbeitete Nebenfiguren wie Davis‘ bäriger Partner oder die hero’s best friends (Ken Lerner, Deborah Offner) bestätigen den stark formelhaften Charakter des Ganzen, das über seine bloße Enterainment-Funktion hinaus nur wenig Entdeckenswertes bereithält. Auch Kaplans beste Tage waren hier leider bereits vorüber.

6/10

TARGET

  „A long time ago I worked for the CIA.“ – „Did you kill people?“

Target (Target – Zielscheibe) ~ USA 1985
Directed By: Arthur Penn

Als Donna (Gayle Hunnicutt), die Frau des Holzunternehmers Walter Lloyd (Gene Hackman), während eines Europatrips in Paris gekidnappt wird, reisen er und sein entsetzter Sohn Chris (Matt Dillon) unverzüglich auf den alten Kontinent, um vor Ort mehr über die Entführung zu erfahren. Im Zuge der aufregenden Reise muss Chris auf schonungslose Weise erfahren, dass die Biographie seiner Familie gefälscht und eine Lüge ist: Sein Dad war vor Jahren CIA-Agent, der sich seiner jungen Familie zurliebe zur Ruhe gesetzt und eine neue Identität angenommen hat. Jetzt will ihn offenbar jemand von der Gegenseite aus dem Weg haben, der noch eine alte Rechnung mit Walter, der eigentlich Duke Potter heißt, offen hat. Doch die Dinge sind nicht, wie sie scheinen; es gibt noch einen unbekannten Strippenzieher im Hintergrund.

„Target“ ist ein Vorzeigebeispiel für den künstlerischen Identitätsverlust, den zahlreiche Filmemacher der Ära New Hollywood durchleben mussten, nachdem die Studios sich wieder gefangen und den Blockbuster für sich entdeckt hatten. Arthur Penn, ohnehin ein vergleichsweise gealterter Protagonist der Bewegung und ohnehin von Haus aus spärlicher Arbeiter, hatte in den zehn Jahren zuvor lediglich drei Filme inszeniert, sollte sich bald dem Fernsehen zuwenden und dann ganz aus dem Geschäft zurückzuziehen. Wenngleich „Target“, seine dritte Zusammenarbeit mit Gene Hackman, jedem routinierten Genreregisseur zur Zierde gereichte, spürt man kaum mehr, hier der Arbeit eines Mannes ansichtig zu sein, der mit „Bonnie & Clyde“ oder „Little Big Man“ hinter eminenten Hauptwerken der gesamten amerikanischen Kinohistorie steht. „Target“ ist ein in seinem Timbre überdeutlich von seinen (mitteleuropäischen) Schauplätzen beeinflusster Cold-War-Thriller, dessen anfangs etwas verworren anmutender Plot sich irgendwann zu einer recht trivialen Auflösung vorarbeitet und den eigentlich doch so hübsch konfliktträchtigen, dramaturgisch vielversprechenden Vater-Sohn-Subplot irgendwann einfach beiseite drängt. Auf der Haben-Seite wären natürlich Hackman, der ja sowieso jeden Film bereits durch seine bloße Anwesenheit aus dem Mittelmaß herauskatapultiert, zu nennen, sowie eine ziemlich tolle Verfolgungsjagd am Hamburger Hafen; Speicherstadt und Landungsbrücken inklusiv. Einen dialoglosen Miniauftritt  gönnte man in diesem Zuge noch Krauskopf Werner Pochath, Hansdampf in allen Gassen des Kinoglücks, der als Adlatus des (vermeintlichen) Bösewichts (Rollenbezeichnung: „Young Agent“) eine etwas obskure Rolle zu bekleiden hat. Immerhin ein erfrischender Lichtblick zwischendrin, während man gerade mal wieder dabei ist, mehr oder minder erfolglos nach dem alten, inspirierteren Penn zu fahnden.

7/10

THE PRISONER OF ZENDA

„You’re English, but you’re a good fellow.“

The Prisoner Of Zenda (Im Schatten der Krone) ~ USA 1952
Directed By: Richard Thorpe

Eigentlich will der Engländer Rudolf Rassendyll (Stewart Granger) bloß für einen Angelausflug in das kleine, osteuropäische Herzogtum Ruritanien, als er geradewegs in eine bizarre Scharade schlittert: Wegen seiner frappierenden Ähnlichkeit mit dem kurz vor der Vereidigung stehenden Thronfolger Rudolf V. (Stewart Granger) muss Rassendyll just denselben ersetzen, da er von seinem eifersüchtigen Bruder Michael (Robert Douglas) und dessen Intimus Rupert von Hentzau (James Mason) durch ein Narkosegift außer Gefecht und hernach entführt wird. Rassendyll passt sich gezwungenermaßen der höfischen Etikette an und verliebt sich prompt in Rudolfs designierte Gemahlin Flavia (Deborah Kerr). Als Hentzau von dem Tausch erfährt, setzt er alles daran, auch Rassendyll flugs wieder loszuwerden.

Motivisch recht dicht (wenngleich unter gewissermaßen umgekehrten inhaltlichen Vorzeichen) an Dumas‘ Musketier-Fortsetzung um den inhaftierten Zwillingsbruder Louis XIV. angelegt, ist diese Adaption von Anthony Hopes gleichnamigem Abenteuerroman bereits die dritte (von bislang sieben). Stewart Grangers just installiertes Image als galant-schnippischem Abenteuerhelden wohlfeil nutzend bot die Produktion der MGM die Möglichkeit, George Sidneys „Scaramouche“ ein ganz ähnlich gefärbtes Spektakel hinterdrein zu schieben, das ebenfalls auf knackige Fechtaktionen und schwerenöterische Romantik, sowie hier und da etwas augenzwinkernde Selbstironie setzt.
Das altbekannte Problem, einen doppelt besetzten Hauptdarsteller nicht nur in derselben Einstellung, sondern gut sichtbar im gleichen Bildkader erscheinen zu lassen, wird hier mit verblüffender Akkuratesse gelöst; der bereits aufgrund seines bloßen Auftretens stets aristokratisch wirkende Louis Calhern als väterlicher Mentor im unbestechlichen Dienste der Krone ist wie immer toll und James Mason als Bösewicht erwartungsgemäß erste Garnitur. Vor allem das ausagedehnte, finale Duell zwischen Mason und Granger, in dessen Verlauf die beiden wie die Berserker aufeinander eindreschen, hinterlässt gehörig Eindruck. Einzig die wunderbare Deborah Kerr scheint mir als Heldenliebchen leicht verschenkt, aber immerhin kann man sich auch durch ihre Mitwirkung eines weiteren Qualitätsbausteines versichert finden.

8/10

THE WILD NORTH

„You’re not a bad guy for a murderer.“

The Wild North (Gefährten des Grauens) ~ USA 1952
Directed By: Andrew Marton

Der Trapper Jules Vincent (Stewart Granger) kommt im Spätsommer aus der kanadischen Wildnis-Saison nach Hause, um einen Teil seines Gewinns zu verprassen. Bei einer gemeinsamen Kanufahrt mit einer am Vorabend kennengelernten Mestizin und dem unwirschen Brody (Howard Petrie) kommt es zu einem tragischen Unfall: Vincent sieht sich gezwungen, Petrie zu erschießen, weil dieser das Boot grundlos durch unwegsame Stromschnellen lenken will. Von den Mounties gesucht, sucht Vincent Schutz in seiner entlegenen Jagdhütte, doch der zielstrebige Constable Pedley (Wendell Corey) spürt ihn dort auf, verhaftet ihn und zwingt ihn zur Rückkehr. Der mittlerweile eingebrochene Winter nimmt Pedley allerdings jede Orientierung; er verirrt sich, während der ortskundige Vincent sich ins Fäustchen lacht. Nach einer Attacke durch ein Wolfsrudel verfällt Pedley schwer verletzt in Apathie. Anstatt ihn zurückzulassen bringt Vincent ihn zurück in die Zivilisation und sorgt für eine antitraumatische Radikalkur.

Flamboyanter Abenteuerwestern und wunderbares Kino bietet Martons Fährtensucher-Drama, gegen das, man verzeihe mir meinen bewusst provokant gesetzten Reaktionismus, Iñárritus „The Revenant“ mal ganz gepflegt einpacken kann. Allein Grangers Porträtierung des bewusst vom Script mit einer semimythischen Aura aufgeladenen Super-Trappers Jules Vincent würde eine ganze Serie von Filmen füllen; mit dieser Erzählung der Geschichte um eine zunächst widerwillige, dann zweckmäßige und zuletzt aufrichtige Partnerschaft zweier gar nicht mal so ungleicher Individuen gibt man sich umso satter zufrieden. „The Wild North“ markiert absolut stimmiges und passgenaues Profihandwerk, etliche Szenen sind außerhalb der Ateliers entstanden und wirken für die Entstehungszeit des Films geradezu ungewohnt authentisch, rasante Actionsequenzen, von einer herniedergehenden Lawine über den Wolfsangriff bis hin zu der knotenlösenden Wiederholung der selbstmörderischen Rafting-Tour erweisen sich als brillant inszeniert und selbst Vincents Entwicklung vom etwas zynischen, selbstbesoffenen Einzelgänger hin zum mitfühlenden Moralmenschen wirkt zu keiner Sekunde aufgesetzt oder unpassend. Dem gebürtigen Ungarn Andrew Marton ist mit „The Wild North“ inmitten seiner überschaubaren Filmographie ein kleines, beinahe intimes Meisterwerk gelungen, das insbesondere seinem Hauptdarsteller zur Zierde gereicht und darüber hinaus sicherlich eine inoffizielle Blaupause für spätere, beleumundetere Klassiker wie „Shoot To Kill“ bot.
Durch und durch großartig.

10/10

BEAU BRUMMELL

„A proud man can be just as foolish as a fool.“

Beau Brummell ~ UK/USA 1954
Directed By: Curtis Bernhardt

England zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Nachdem George „Beau“ Brummell (Stewart Granger) wegen einer eher eitlen Zurechtweisung des Thronfolgers George IV. (Peter Ustinov) aus dem Husarendienst scheidet, entschließt er sich, trotz seiner nichtadligen Herkunft die private Sympathie des designierten Monarchen zu erwerben und sich so in höchste gesellschaftliche Kreise einzuschmeicheln. Tatsächlich entwickelt sich zwischen den beiden ungleichen Männern eine innige Freundschaft, die jedoch später wieder an ihrem jeweiligen Dickkopf zerbricht. Auch Brummells große Liebe Lady Patricia Belham (Elizabeth Taylor) heiratet standesgemäß einen Anderen (James Donald). Hoch verschuldet, mittellos und allein fristet Brummell schließlich seine letzten Lebensjahre in Le Havre. Am Vorabend seines Todes durch Tuberkulose besucht ihn der mittlerweile zum König ernannte George IV. durch Zufall ein letztes Mal und schließt Frieden mit ihm.

Der Dandy – gibt es den eigentlich noch? Oder ist diese exklusiv männliche Ausprägung mittlerweile endgültig von uninteressanteren Neuströmungen wie dem „Hipster“ abgelöst und dem Tode überantwortet worden? Aber solcherlei zu diskutieren ist ohnehin nicht an mir. Als einer der ersten genuinen Dandys jedenfalls galt der Brite George Byron Brummell, Sohn eines Mittelklasse-Politikers, dessen exaltierte Bedürfnisse nicht mit seinem gebürtigen Stande vereinbar waren. Brummel pflegte nach eigenen Angaben allein für das Ankleiden täglich fünf Stunden aufzuwenden, seine Stiefel mit Champagner zu polieren und festgefahrene Modetrends zu lösen. Um solche Exzentrismen schert sich Bernhardts Film freilich weniger; sie passten auch kaum zu einem farbigen MGM-Kostümfilm jener Tage, der sich mit gänzlich anderen Publikumsewartungen zu arrangieren hatte – ganz im Gensatz zu Stewart Granger. Nach dessen überaus sauberem Karrierestart im Herkunftsland Königreich, das ihn vorzugsweise in Gainsborough-Produktionen verarbeitete, ließ er sich infolge des Quatermain-Films „King Solomon’s Mines“ 1950 von dem Löwenstudio unter Vertrag nehmen und trat in siebzehn Filmen der MGM auf. Bei diesen handelte es sich vornehmlich um farbenprächtige Genreware, Abenteuerfilme, Western, Geschichtsträchtiges und swashbucklers. „Beau Brummell“ setzte indes eher auf Grangers Charisma und Schauspielkunst denn auf Aktion oder Kinetik; mit Peter Ustinov erhielt der gebürtige Londoner hier zudem einen monolithischen Antagonisten, an dem er sich durchaus profilträchtig reiben und messen konnte. So ist „Beau Brummell“, gewissermaßen seinem Titelhelden entsprechend, vor allem ein ästhetischer Genuss, auf sein Zeitkolorit, ausgefeilte Kostüme und natürlich seine vorzügliche Darstellerriege setzend. Und diesbezüglich macht er das Meiste, wenn nicht gar alles richtig, obschon das Ende freilich historischer Unsinn ist. Immerhin starb der echte Brummel erst zehn Jahre nach George IV. und konnte somit vor seinem Dahinsiechen gewiss keinen versöhnlichen Besuch seines früheren Freundes mehr empfangen. Zumindest, wenn man nicht von einer eher fernliegenden, präfinalen Phantasie des Schwindsüchtigen ausgehen will.

8/10

ARRIVAL

„Non-zero sum game.“

Arrival ~ USA 2016
Directed By: Denis Villeneuve

Nachdem Außerirdische mit zwölf anscheinend baugleichen, annähernd eiförmigen Schiffen auf der Erde gelandet sind, stehen die führenden Nationen zunächst vor dem großen Problem der Kommunikationsaufnahme. Die geheimnisvollen Wesen aus dem All pflegen sich nämlich anders als wir mittels Rauchzeichen zu verständigen. Nachdem die Linguistikexpertin Louise Banks (Amy Adams) und der Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) vom Militär rekrutiert wurden, das in Montana gelandete Raumschiff nebst seiner Insassen zu untersuchen, beginnt ein langwieriger Prozess des Verstehenlernens. Da neben der Verständigung vor allem auch die Intentionen der Extraterrestrier mysteriös bleiben, fangen bald die ersten großen Nationen an, in Panik zu verfallen und die Landungen als kriegerische Provokation zu interpretieren. Man beginnt, mit Atomwaffen gegen die Aliens mobil zu machen, bis Louise den rettenden Einfall hat.

Nach seinem monumentalen Drogenkriegsthriller „Sicario“ und in Anbetracht des Bekanntwerdens der nahezu unstemmbaren Aufgabe, für das kommende „Blade Runner“-Sequel verantwortlich zu zeichnen, war ich dann doch ziemlich gespannt auf Denis Villeneuves „Arrival“. Die kürzlich erfolgte Betrachtung des Films fiel dann eher ernüchternd aus – hier kredenzt der mittlerweile hoch gehandelte Kanadier uns seine von eher larmoyant-trägem pacing geprägten Neuinterpretation zweier beleumundeter Genreklassiker, sprich: „The Day The Earth Stood Still“ und „Close Encounters Of The Third Kind“. Aus ersterem findet sich das Motiv der infolge multipler innerer Konflikte am Rande der Selbstzerstörung tänzelnden Erde wieder und der damit einhergenden, unmissverständlichen Warnung von „außerhalb“ (wobei die Mahnung an die Menschheit sich weniger durch gezielte Aufmerksamkeitslenkung durch die Außerirdischen ergibt, sondern schlicht durch deren enigmatische Anwesenheit bei uns); aus zweiterem der private, innere Konflikt der Protagonistin, die das einstige „Aussteigen“ von Richard Dreyfuss‘ Figur Roy Neary quasi uminterpretiert zu einem bewussten „Einstieg“ in eine sorgenvolle Zukunft. Der Clou von Eric Heisserers Script bzw. Ted Chiangs zugrunde liegender Story und damit das, was „Arrival“ abseits seiner sonstigen Eigenschaften eine spezifische Qualität verleiht, liegt freilich in der Entschlüsselung der Wahrnehmungsweise der Fremden: Durch sie, respektive durch Louise Banks‘ Bemühungen lernen wir Menschen nämlich das vierdimensionale Denken, also die Fähigkeit, jedwedes biographische Ereignis unabhängig von dem „Wann“ nach Belieben immer wieder durchleben zu können, was uns zwangsläufig auf eine wesentlich höhere interstellare Entwicklungsstufe hievt sowie ein ungleich bewussteres Durchdenken von Entscheidungen und Alternativen ermöglicht. Dass diesem ja durchaus hübschen philosophischen Ansatz allerdings ein eher langwieriges, inszenatorisch natürlich sauberes, aber eher emotionsentledigtes, fahlbildriges Tamtam nebst diffusen Eso-Anleihen vorausgeht, das empfand ich vor allem rückblickend als eher redundant. Wobei ich andererseits auch nicht festzustellen vermochte, wie man’s denn viel besser hätte machen mögen.

7/10

BREAKING BAD

„Let’s cook.“

Breaking Bad ~ USA 2008-2013
Directed By: Michelle MacLaren/Adam Bernstein/Vince Gilligan/Colin Bucksey/Michael Slovis/Bryan Cranston/Terry McDonough/Johan Renck/Rian Johnson/Scott Winant/Peter Gould/Tricia Brock/Bronwen Hughes/Tim Hunter/Jim McKay/Phil Abraham/John Dahl/Félix Enríquez Alcalá/Charles Haid/Peter Medak/John Shiban/David Slade/George Mastras/Thomas Schnauz/Sam Catlin

Walter White (Bryan Cranston) ist Ende vierzig, Lehrer an einer örtlichen High School in Albuquerque, New Mexico, ein Chemie-Ass, Vater eines Sohnes (RJ Mitte) im Teenager-Alter, der unter einer zerebralen Störung leidet, verheiratet mit seiner erneut schwangeren Frau Skyler (Anna Gunn), deren jüngere Schwester Marie (Betsy Brandt) mit dem geradlinigen DEA-Beamten Hank Schrader (Dean Norris) verheiratet ist. Um etwas nebenher zu verdienen, jobbt er nachmittags zudem als Aushilfe in einer Autowaschanlage. Walters Leben verläuft in überaus biederen, unspektakulären Bahnen, bis er eines Tages die Diagnose „Lungenkrebs“ erhält. Da Walter weder die nötige Therapie löhnen kann, noch weiß, wie er seine Familie nach seinem möglichen Ableben versorgt zurücklassen soll, wächst in ihm ein wahnwitziger Plan heran: Während er Schwager Hank auf dessen Einladung hin bei einer Drogenrazzia begleitet, wird er auf seinen Ex-Schüler Jesse Pinkman (Aaron Paul) aufmerksam, der den Cops gerade eben entkommen kann. Walter beschließt, sein chemisches know-how mit Pinkmans krimineller Energie zu kreuzen, Methamphetamin zu kochen und – zunächst im kleinen Stil – zu verkaufen. Der Beginn einer irrsinnigen, sich immer weiter zuspitzenden Odyssee durch Wirrnisse aus Lügen, Versteckspielereien, Gier, Fanatismus, Verrat und Gewalt.

Aufstieg und Fall des Walter White: das Phänomen „Serie“, das sich ja seit den „Sopranos“, also im Prinzip seit rund zwanzig Jahren ganz neuen Beliebtheitsgraden und Qualitätssteigerungen erfreut, habe ich aus höchst persönlichen Gründen nur sehr zögerlich bis zu mir vordringen lassen. Freunde und Bekannte, die mir seit Jahr und Tag von allem Möglichen aus jenem Sektor vorschwärmen, wissen ein Lied davon zu singen. Die erste und eigentlich gleich vordringlichste Crux liegt darin, keine Bereitschaft für ellenlange Pausen zwischen den einzelnen seasons aufzubringen. Wichtige Details geraten so möglicherweise in Vergessenheit, neuerlicher Zugang muss gefunden werden. Zumindest dieses Problem lässt sich lösen durch stoisches Abwarten. Ist die ganze Reihe erst durch und auf einem Heimmedium verfügbar, steht dem kontinuierlichen Genuss nichts mehr im Wege. Bis auf ein paar winzige Unwägbarkeiten, versteht sich. Nehmen wir „Breaking Bad“. 5 Staffeln, 62 Episoden, jede davon mit einer Durschnittslänge von rund 48 Minuten versehen. Das sind summarum knapp 3000 Minuten, sprich 50 Stunden an Erzählzeit. Kein Pappenstiel und in Anbetracht des unbedingten Bedürfnisses, am Ball und in der Geschichte zu bleiben, ein zudem immens bindender Zeitraum. Das Sehen wird zur Verpflichtung, die Kontinuität zur Zwanghaftigkeit das Dranbleiben zur Aufgabe. Höchst persönliche Gründe, wie erwähnt. Ich habe für „Breaking Bad“, weil ich den Löwenanteil infolge einer netten, kleinen Influenza in eine zur Häuslichkeit und Bettruhe verdammten Woche legen konnte, etwa 18 Tage gebraucht. 18 ziemlich obsessive Tage ohne jede andere audiovisuelle Ablenkung, Mußezeit oder Aufmerksamkeitsverlagerung. 18 Tage Walter White und Jesse Pinkman mit knapp drei Stunden pro Tag. Eine solche Ochsentour kann und will ich mir gar nicht öfter als einmal pro Jahr gestatten, man möge also nicht erwarten, auf diesen Seiten künftig ein deutliches Mehr an Serienhermeneutik anzutreffen. Zudem gestaltet die klare Trennung der beiden Medien „Film“ und „Serie“ für mich jetzt noch wesentlich fassbarer als bislang. Die konzentrierte Betrachtung „Breaking Bad“ war also vor allem fordernd, zuweilen sogar zehrend, wenngleich immerhin so lohnenswert, dass sich am Ende und mit gebotenem Abstand recht sicher von Bereicherung sprechen lässt.
Über die von Vince Gilligan konzipierte, sich ja einer unglaublichen globalen Beliebtheit erfreuenden Reihe ist mittlerweile  sowiel an Analytischem und Deutungshoheitlichem verfasst worden, dass sich nahezu alles weitere Diesbezügliche als obsoletherausstellen muss. Dennoch sei mir zumindest gestattet, nachhaltigste Eindrücke festzuhalten. Am Großartigsten gefiel mir die bei allen Querverweisen und Genreliebäugeleien unbeirrbar durchgehaltene Darstellung des westlichen Mittelständlers in der Existenzkrise. Walter White, der im Laufe der Geschichte nicht nur immer wieder auf sein selbstgewähltes Szene-Pseudonym des Quantenphysikers Heisenberg, sondern auch auf seine wunderbar beliebig gewählten Initialen (nicht ganz zufällig dieselben wie die des Dichters Walt Whitman) „reduziert“ wird, entpuppt sich gleich zu Beginn als symbolischer  WASP-Anonymous in Nöten. Aus einem ehemals vielversprechenden Forscherkopf ist wegen privater Übervorteilung einstmals ein biederer Schullehrer geworden, der sein Fachgebiet nach wie vor abgöttisch liebt, sich parallel dazu jedoch tagtäglich mit dem diesbezüglichen Desinteresse seiner Schülerschaft konfrontiert sieht. Seine schwangere Frau ist zu Beginn noch eine eher rechthaberische Person, die zu Haus den explizit liberalen Ton angibt, sein in der Pubertät befindlicher Sohn leidet zugleich an seiner ihn von den meisten peer groups zwangsexkludierenden Behinderung. Die Krebsdiagnose schließlich bringt das Fass zum Überlaufen: der Beginn einer Entwicklung hin zur Verzweiflung und zum Ausbruch, der nach rund zwei Jahren erzählter Zeit zu einer verheerenden conclusio führt. Anders als die meisten legendären Mafia-, Gangster- und Drogenbosse der Pop-Historie erfährt Walter White trotz diverser strategischer Erfolge und Coups nicht einen einzigen Moment des wirklich kostbaren, privaten Triumphs. Das Damoklesschwert der Entdeckung, personifiziert durch seinen immer weiter von ihm fortrückenden Schwager, senkt sich beinahe unmerklich. Walters steter Kampf gegen konkurrierende Kriminelle wird zunehmend von Leichen gesäumt; bald gibt es die ersten Kollateralschäden durch unschuldige Opfer, an deren Tod White durchweg die, wenngleich hier und da mittelbare, Schuld trägt. Seine „Karriere“ gestaltet sich zwar immer wieder als von Pyrrhus-Siegen gekrönt, fordern zugleich jedoch stets und immer wieder den Preis eines wesentlichen Stücks persönlicher Integrität.
Daher erscheint mir „Breaking Bad“ trotz etlicher, dramaturgisch einfallsreich komischer bis grotesker Momente vor allem als intime Tragödie. So schwärzt sich die Grundierung der Story sukzessive, bis der Rezipient mit den letzten Folgen keine Möglichkeit mehr erhält, den immer tiefer fallenden Walter White auch nurmehr als Antihelden wahrzunehmen. Als ihm schließlich auch noch sein letzter menschlicher Halt, nämlich Filius Walter jr., am Telefon entgegenbellt, was er heuer von seinem Dad hält, bleibt kein Zweifel mehr bestehen: Der Mann hat, bei allem Verständnis hinsichtlich seiner vormals schweren multiplen Krise, gründlich verschissen. Was aus dem vormals eher ironisch als deppenhaften Pothead gezeichneten Jesse Pinkman, dessen komplexe Beziehung zu Walter wohl am ehesten der eines funktionalisierten Ziehsohnes entspricht und der infolge seines verhängnisvollen Kontakts zu ebenjenem Mentor gleich mehrfach quer durch die siebente Hölle gescheucht wird, erfahren wir nicht. Vielleicht ist es zumindest ihm vergönnt, einen Neuanfang zu wagen. Weg von Albuquerque, weg von der Grenze, weg vom Meth und vor allem: weg von Walter White.

9/10