ROGUE ONE

„Make ten men feel like a hundred!“

Rogue One ~ USA/UK 2016
Directed By: Gareth Edwards

Über dem gesamten Universum schwebt die schreckliche Gewissheit, dass das Imperium über eine neue, gewaltige Superwaffe verfügt, die auf einen Streich ganze Planeten auslöschen kann. Durch eine über Umwege geschickte, holographische Nachricht ihres seit dem gewaltsamen Tode von Jyns Mutter (Valene Kane) zwangsweise als imperialer Ingenieur beschäftigten Vaters Galen (Mads Mikkelsen) erfährt die junge Jyn Erso (Felicity Jones) nicht nur von dessen Beteiligung an der „Todesstern“ genannten Kampfstation, sondern zugleich von einer bewusst darin eingebauten Schwachstelle. Entgegen der Entscheidung der Rebellion zieht Jyn mit einigen neuen neuen Verbündeten zu dem Planeten Scarif, auf dem sich das imperiale Archiv befindet, in dem wiederum die Konstruktionspläne des Todessterns lagern…

Viele der Versäumnisse des letzten ordinalen „Star-Wars“-Kapitels bügelt Gareth Edwards recht ordentliches spin off wieder aus. Zudem versuchen der Regisseur und seine Autoren „Rogue One“ vor allem für die Liebhaber der Ur-Trilogie konsumierbar zu machen, indem sie zahlreiche ästhetische und inhaltliche Querverweise in Richtung des Originalfilms von 1977 und ansatzweise auch dessen zwei Sequels Einzug in ihren Wurmfortsatz halten lassen. Das bewährte Stilmittel der „used future“, also der Eindruck, futuristische Technologie oder Architektur verbraucht und veraltet erscheinen zu lassen, hat das Franchise seit 1983 nicht mehr so glaubhaft auf die Beine stellen können. Ferner begegnen uns neben den neu etablierten Protagonisten, denen die Story des Films quasi ihr „überfälliges Heldendenkmal“ setzt, auch einige alte Bekannte, wenn auch häufig in winzigen Cameos: Die Rebellenführerin Mon Mothma (Genevieve O’Reilly) etwa, der Droide C-3PO (Anthony Daniels), Darth Vader (Spencer Wilding/Daniel Naprous) natürlich, die junge Prinzessin Leia oder Grand Moff Tarkin, für deren „Rückkehr“ man den SchauspielerInnen Invild Deila respektive Guy Henry digitale Masken der originalen Konterfeits von Carrie Fisher und Peter Cushing verabreichte. Der entsprechende Effekt gerät ebenso verblüffend wie gespenstisch. Insgesamt würde ich den zuständigen Kreativen attestieren, sehr viel mehr Herzblut, Empathie und fandom in ihren Film einfließen gelassen zu haben als zuletzt J.J. Abrams und Konsorten, oder zumindest, dass sie das, was „Star Wars“ für den etwas gealterten Anhänger ausmacht, deutlich erfolgreicher zu präservieren wussten. Von einer Rückkehr der „alten Magie“ mag ich zwar noch immer nicht mit Überzeugung sprechen, aber ein erstes, echtes Fähnchen wäre mittels des properen Einsatzes von Tie Fighters und X-Wings zumindest schonmal gesetzt.

8/10

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