KONG: SKULL ISLAND

„You don’t go into someone’s house and start dropping bombs, unless you’re picking a fight.“

Kong: Skull Island ~ USA 2017
Directed By: Jordan Vogt-Roberts

1973: Der Regierungsangestellte Bill Randa (John Goodman) und sein Adlatus Houston Brooks (Corey Hawkins) sind davon überzeugt, dass die Erde von zahlreichen, bislang unentdeckt gebliebenen Monstern übersät ist. Er bewegt Senator Willis (Richard Jenkins) dazu, ihm eine Expedition zu der im Südpazifik liegenden Insel „Skull Island“ zu finanzieren, die unter militärischer Schützenhilfe stattfinden soll. Lt. Colonel Preston Packard (Samuel L. Jackson), der den sich zum Debakel entwickelnden Vietnamkrieg nicht verwinden kann und seine Helikopter-Einheit unterstützen Randa ebenso wie der britische Fährtenleser James Conrad (Tom Hiddleston), die Photographin Mason Weaver (Brie Larson) und einige weitere Wissenschaftler. Nachdem man Skull Island erreicht hat und sogleich mit einem Granatenteppich eindeckt, tritt prompt der Herrscher der Insel, der Riesengorilla Kong, auf den Plan und dezimiert die Invasoren um gut die Hälfte. Auf sich gestellt müssen sich nun mehrere voneinander isolierte Teams durch das überaus lebensfeindliche Terrain schlagen. Kong ist nämlich bei weitem nicht das einzige und schon gar nicht das garstigste Ungeheuer auf Skull Island…

Die Produktionsgesellschaft Legendary Pictures ist ja derzeit besonders umtriebig hinsichtlich der Fortführung ihres „MonsterVerse“-Franchise, dessen erster Beitrag Gareth Edwards‘ „Godzilla“-Reboot markiert. Nach dem Vorbild des MCU gibt es zunächst einige scheinbar voneinander unabhängige Filme, die jedoch in derselben continuity angesiedelt ist, um dann zu einem vorläufig-klimaktischen, großen Mash-up zusammengefügt zu werden. Als zwangsläufig zu wertende Sprosse jener Leiter zum sukzessiv avisierten Gipfel geht „Kong: Skull Island“ völlig in Ordnung, ebenso wie überhaupt als amtlicher CGI-Monsterfilm. Man muss sich das Ganze in etwa so vorstellen wie den klassischen Trip von Fay Wray, Robert Armstrong und Bruce Cabot nach Skull Island und ihren anschließenden Aufenthalt auf der von monströsen Urviechern übersäten Insel plus einer Menge pyrotechnischer Schauwerte und Ballereien, minus der Romanze zwischen Megaprimat und weißer Frau nebst tragischem Ausgang in New York. Kong mag Brie Larson zwar, ein libidinöses Interesse geht diesmal jedoch nicht von ihm aus. Dazu ist er auch viel zu beschäftigt, immerhin muss er nicht nur gegen einen Riesenkalamaren und einen übellaunigen Samuel L. Jackson antreten, sondern zudem noch gegen eine gigantische Ekelechse mit zwei Läufen, langem Schwanz und Knochenschädel, die ihrer umfassenden Sippschaft gemäß, offenbar von Natur aus böse ist. Es rummst und kracht also ordentlich, Regie-Nachwüchsler Jordan Vogt-Roberts versäumt es glücklicherweise jedoch nicht, seinem Spektakel mit einem regelmäßig-kräftigen Herzschlag zu versehen und somit die übliche Gefahr der allermeisten Effektspektakel, sich über die Demonstration von Machbarkeiten hinaus selbst zu vergessen, weitgehend einkreist. Der Abschluss um John C. Reillys finale Heimkehr, die sehr charmant als Super-8-Film vor dem Abspann läuft, lässt es dann sogar noch einmal regelrecht eklektisch menscheln. Eine runde Sache, das.

7/10

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