IL RITORNO DI ZANNA BIANCA

Zitat entfällt.

Il Ritorno Di Zanna Bianca (Die Teufelsschlucht der wilden Wölfe) ~ I/F/BRD 1974
Directed By: Luci Fulci

Einige Zeit nach seinem ersten Abenteuer in Yukon kehrt der Autor Jason Scott (Franco Nero) zusammen mit seinem Freund Kurt Jansen (Raimund Harmstorf) zurück in den kanadischen Westen. Ihre alte Freundin Schwester Evangelina (Virna Lisi) hat um Hilfe gerufen, weil der schurkische Beauty Smith (John Steiner) wieder aufgetaucht ist. Er nennt sich jetzt Charles Forth, tut so als sei er gelähmt und hat einen Regierungsbeamten (Renato De Carmine) in der Tasche. Außerdem ist er für den Tod des Indianerjungen Mitsah (Missaele) verantwortlich. Auch der treue Wolfsblut ist wieder da. Er hat in dem kleinen Bill (Renato Cestiè) und seinem Großvater, dem alten Goldgräber John Tarwater (Harry Carey Jr.) neue Freunde gefunden. Gemeinsam muss man sich nicht nur des Intrigen spinnenden Beauty Smith erwehren, sondern zudem noch des gierigen Harvey (Werner Pochath), der ganz eigene Pläne verfolgt.

Ein rundes Jahr nach der erfolgreich gelaufenen, freien London-Adaption „Zanna Bianca“ machte sich Maestro Fulci an die erste Fortsetzung (es gab dann noch zwei weitere, eilends nachgeschobene qualitativ jedoch jeweils abfallende Rip-Offs von Tonino Ricci und Alfonso Brescia), für die er den Großteil der Besetzung des Erstlings wieder zusammentrommeln konnte. Der zuvor noch prominent in Szene gesetzte Mitsah muss gleich zu Beginn den tragischen Heldentod sterben und auch John Steiners Rolle innerhalb des etwas unübersichtlichen Geschehens bleibt leider halbwegs diffus, während sich der in den ersten drei Filmvierten noch etwas mysteriös durch die verschneite Gegend schleichende Werner Pochath als finaler Gegner um die motivatorische Goldjagd hervortut. Obschon es mit dem Rotzbengel Renato Cestiè wiederum eine kindliche Identifikationsfigur für jüngere Zuschauer gibt (der in der deutschen Synchronfassung von dem jungen Oliver „Justus Jonas“ Rohrbeck gesprochen wird), fällt das Sequel bezüglich Grundstimmung und Atmosphäre insgesamt merklich düsterer aus; es gibt eine Menge mehr Leichen und am Ende, als Pochath von einem scharfkufigen Hundeschlitten überrollt wird, sogar noch einen typischen Flutschi-Gore-Effekt. Sehr gut gefällt abermals die illustre Darstellerriege: Mit dem Engagement von Ford-Veteran und Westernlegende Harry Carey Jr. als ebenso besorgtem wie zauseligem Seniorschürfer gelang der Produktion ein mittelmäßiger Coup, dazu gibt es noch die schnieke Hannelore Elsner als frustrierte Mountie-Gattin und Steiners Bösewicht verfallene femme fatale.
Zwar wirkt das Gesamtauftreten von „Il Ritorno Di Zanna Bianca“ infolge eines etwas tentakulös zusammengeklöppelten Scripts nicht ganz so konzis wie das des Vorgängers, dafür erreicht er jedoch ähnliche Qualitäten in der Einzelwertung, was ihn insgesamt zu einem würdigen, nahezu ebenbürtigen Nachfolger macht. Zweifellos ein Verdienst der Regie, wie ich meinen möchte.

6/10

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