PRIMAL RAGE

„There’s something in these woods…“

Primal Rage ~ USA 2018
Directed By: Patrick Magee

Ashley Carr (Casey Gagliardi) holt ihren Gatten Max (Andrew Joseph Montgomery) ab, nachdem jener eine Gefängnisstrafe abgesessen hat. Der Weg zurück führt das emotional angegriffene Paar durch bergiges Waldgebiet und schließlich zum Fund einer mitten auf der Straße liegenden, verunstalteten Leiche. Eine Steinattacke sorgt dafür, dass Max in einen Fluss stürzt und von Ashley gerettet werden muss. Die beiden verirren sich und treffen auf ein Paar unberechenbarer, jagender Hillbillys, die ihnen ihre Hilfe anbieten. Im Hintergrund lauert allerdings noch etwas ganz anderes, Monströses auf die Natureindringlinge…

Die Bigfootploitation lebt und findet mit ihrem jüngsten Vertreter „Primal Rage“ einen neuerlichen, wenn auch kleinen Höhepunkt. Nicht nur das creature design, auch die atmosphärische Grundierung und der basale Plot eines seiner Beute immens überlegenen, bestialisch zu Werke gehenden Jägers erinnern stark an John McTiernans „Predator“, aus dem der vielversprechende Regiedebütant und vormalige S-F/X-und Make-Up-Wiz Patrick Magee (der mit dem britischen Darsteller selben Namens erwartungsgemäß nichts weiter zu tun hat) unübersehbar und ohne Zweifel seine wesentliche Inspiration bezogen haben wird. Der legendäre, was seine jüngeren Filmauftritte anbelangt, vor allem zunehmend berüchtigte Waldmensch zeigt sich bei Magee einmal mehr von seiner blutrünstigen Seite und tritt zur späteren Entscheidungsschlacht gar in Gruppenstärke an: Die mit gewaltigen Pranken und Hauern ausgestatten, haarigen Kerle können diesmal sogar mit (archaischen) Präzisionswaffen wie Pfeil und Bogen umgehen und mögen es verständlicherweise überhaupt nicht, in ihrer ruralen, idyllischen Abgeschiedenheit gestört zu werden. Entsprechend hoch, so erfahren wir bald, gestaltet sich die den hiesigen Sheriff (Eloy Casados) vor einige Erklärungsnot stellende Vermisstenzahl in der Gegend. Am Ende bleibt es der tapferen Ashley überlassen, sich den ungehaltenen Biestern zu stellen.
Magee geht seinen dünnen Plot erfreulich anschaulich, brutal und mit für das geringe Budget einer Kleinproduktion ordentlichen production values an. Das Handwerk hat er sich bei den erfahreneren Kollegen, für die er zuvor seine prosthetics und Masken angefertigt hat, offenbar erfolgreich abgeschaut, denn billig oder lotterhaft wirkt „Primal Rage“ eigentlich nie. Möge Magee beim nächsten Mal noch zündendere Ideen und ein ausgewogeners Script zur Verfügung stehen und er wird möglicherweise richtig ordentlich liefern können.

6/10

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s