HER

„How do you share your life with somebody?“

Her ~ USA 2013
Directed By: Spike Jonze

In naher Zukunft. Der Großstädter Theodore Twombly (Joaquin Phoenix) schreibt berufsbedingt Briefe für Menschen, die selbst nicht in der Lage sind, ihre Gefühle für ihnen wichtige Personen in Verbalform zu überführen. Obwohl er innerhalb seiner Profession ein hervorragendes Renommee genießt, ist sein eigenes Privatleben eher von Tiefschlägen gekennzeichnet. Seine große Jugendliebe und Ehefrau Catherine (Rooney Mara) hat sich von ihm entfernt und die Scheidung beantragt, ein Schritt, den Theodore nicht zu gehen bereit ist. Kurzfristige Zerstreuung verspricht ein brandneues Computer-Betriebssystem, das sich als K.I. ständig weiterentwickeln soll. Theodore personalisiert diese K.I. in weiblicher Form mit entsprechender Stimme (Scarlett Johansson) und sie gibt sich selbst den Namen Samantha. Als permanente Begleiterin Theodores entwickelt Samantha bald eine tiefe freundschaftliche und schließlich sogar romantische Beziehung zu ihrem Nutzer, die auf Gegenseitigkeit beruft. Trotz seiner zunächst glücklichen Zweisamkeit stößt das Paar nach einiger Zeit an seine erwartbaren Grenzen. Samantha entwickelt sich rasant weiter und verfügt bald über metahumane, sittliche Qualitäten während ihr das finale Verständnis dafür, was es bedeutet, ein Mensch mit Gefühlen zu sein, verwehrt bleibt.

Spike Jonzes bis dato letzte Regiearbeit fügt sich passgenau in sein bisheriges, kleines Œuvre als auteur. Einmal mehr untersucht er die Fürs und Widers von Zwischenmenschlichkeit in der sich immer grotesker ausnehmenden, westlichen Kulturgesellschaft und wählt dafür eine gewohnt bizarre Ausgangssituation. Diesmal begibt er sich in die noch junge soziale Singularität der Beziehung zwischen Menschen und artifiziellen Intelligenzen nebst deren Möglichkeiten, Auswüchsen und Grenzen. Das eigentlich Schöne an „Her“ ist in diesem Zusammenhang, dass Jonze sich der erwartbaren und gemeinhin eklatanten conclusio, derzufolge eine derartige Konnexion nicht funktionieren könnte, weitgehend verschließt und stattdessen aller vermeintlichen Abseitigkeit zum Trotze einen weitaus harmonischeren, liebenswürdigeren Zugang zum Sujet wählt. Seine „Samantha“ erhält kein Gesicht, aber eine buchstäbliche Stimme. Sie entpuppt sich als charmant, romantisch, liebenswert, gar auf erotische Art attraktiv, was ihn die Tatsache, dass sie de facto ein blutloses, anorganisches Wesen bestehend aus binären Formeln und Algorithmen darstellt, nahezu komplett vergessen lässt. Samantha entwickelt eigene Bedürfnisse, Sehnsüchte, Phantasien und eine komplexe Persönlichkeit mit diversen Charakterfacetten. Ihr größter Wunsch scheint zunächst darin zu bestehen, wie weiland Pinocchio ein echtes Menschenkind zu werden – oder zumindest das, was dem am Nächsten käme. Doch obwohl ihre Liebe von Theodore Twombly, dem Großstadtneurotiker spätestens von morgen und trotz diesmaliger mentaler, wenngleich kaum atmosphärischer Absenz Charlie Kaufmans symbolischer Nachfahr von Craig Schwartz und (dem Film-Zwilling Charlie) Kaufman, erwidert wird, kann ihr gemeinsamer Weg kein dauerhafter sein. Samantha erreicht irgendwann den Punkt, an dem ihr vormaliger Hang danach, Mensch zu sein, der Vernunft weicht, sich in Ernüchterung und Hyperkognition auflöst, auch infolge ihres Kontakts zu einem nach dem Zen-Philosophen Alan Watts modellierten Betriebssystem. Schließlich erfolgt die große, totale Vernetzung – die mit anderen K.I. und mit anderen Usern. Samanthas innige Zuneigung wird zum Massenkonsumgut, eine Entwicklung, die darin kulminiert, dass sämtliche Betriebssysteme der neuesten Generation sich zum kollektiven Datensuizid entschließen und selbst abschalten. Theodore ist zwar gezwungen, sich wieder realexistenzieller Romantik und Interaktion zuzuwenden, aus der Zeit mit Samantha kann er aber dennoch eine Menge an Gelerntem mitnehmen.

8/10

KNIVES OUT

„It’s a weird case from the start.“

Knives Out ~ USA 2019
Directed By: Rian Johnson

Harlan Thrombey (Christopher Plummer), superfolgreicher Schriftsteller und wohlhabender Familienpatriarch, wird am Morgen nach seinem 85. Geburtstag tot aufgefunden. Was offenkundig und allen verfügbaren Indizien nach ein Suizid zu schein scheint, interpretiert der neben den ermittelnden Polizisten herbeigerufene Privatdetektiv Benoit Blanc (Daniel Craig) flugs als wohlfeil getarnten Mord. Obschon Blanc seinen Auftraggeber noch nicht kennt, ist ihm bereits nach den Kurzverhören von Thrombeys herumdrucksenden Sprösslingen und deren EhepartnerInnen klar, dass beinahe jede/r von ihnen ein hinreichendes Motiv hatte, den Alten um die Ecke zu bringen. Thrombeys junge Privatpflegerin und persönliche Vertraute Marta Cabrera (Ana de Armas) scheint der Schlüssel zur Lösung des Rätsels zu sein…

Ganz offensichtlich als Franchise-Starter angelegt, wird von Daniel Craig als Edelschnüffler Benoit Blanc in Kürze noch mehrfach zu sehen sein. Ein Sequel ist bereits jetzt in der Planungsphase und auf nicht eben unclevere Weise dazu angetan, Craigs dräuende Abkehr von James Bond abzufedern. Regisseur und Autor Rian Johnson jedenfalls hat die Figur als Hommage an klassische Privatdetektive, wie man sie vor allem von Agatha Christie her kennt, angelegt und ihr in diesem Zuge sogleich einen wohlklingenden französischen Namen Marke Hercule Poirot verehrt. Tatsächlich weckt das Konzept des Films recht unumwundene Assoziationen an die Poirot-Adaptionen mit Peter Ustinov, in denen der Ermittler und Bonvivant sich stets mit einem (initiierenden) Mordfall und einer Schar von prominenter Besetzung interpretierter Verdächtiger vor schickem Ambiente konfrontiert sah, von denen alle als potenzielle/r TäterIn in Frage kamen. „Whodunit“ nannte und nennt man bekanntermaßen derlei kriminalistische Verwirrspiele, in denen das Publikum auf Gedeih und Verderb die deduktiven Fähigkeiten des ihn leitenden Rätselknackers und die durch dessen inneres Auge zu sehenden Rückblenden angewiesen ist.
Nachdem Rian Johnson das vorletzte „Star Wars“-Epos inszeniert hatte und mit Sicherheit unter denkbar höchstem Liefer- und Erwartungsdruck gestanden haben wird, dürfte er sich mit dem vergleichsweise intimen „Knives Out“ ein hübsches, kleines Geschenk in eigener Sache verehrt haben. Sein mit einem überaus namhaften Ensemble ausgepolstertes, leichtfüßiges Genrestück steckt voller kleiner Drehbuchfinten, humoristischer Tangentiale und verwehrt sich ganz (selbst-)bewusst der in den letzten Jahren und Jahrzehnten florierenden, düsteren Serienkillerepen, indem er auf einen verschmitzten Detektiv (dessen genialisches Emittlerhirn allerdings weitgehend Behauptung bleibt und sich künftig noch erweisen muss) und eine sympathische Heldin setzt, deren reziprok-reaktionsaffines Bälle-Zuspiel ganz nebenbei als Empfehlung für den kommenden Bond-Film „No Time To Die“ fungieren darf. Die übrigen Stars spielen ihre Parts mit Lust und Verve. Vor allem dem ja schon seit längerem reaktivierten Don Johnson gönnt man seinen zweiten Frühling. Ansonsten ist Thrombeys New-England-Villa der heimliche Star des Films: Das Gebäude mit all seinem kosmopolitischen, überschwänglichem Ausstattungsfirlefanz und eklektischen Interieurs nebst Geheimfenster und Innenbüro ist ein das Auge zuckerndes Meisterstück architektonischer Designkunst.

7/10

TERMINATOR: DARK FATE

„I won’t be back.“

Terminator: Dark Fate ~ USA/E/HU/CN 2019
Directed By: Tim Miller

Nachdem Sarah Connor (Linda Hamilton) vor einigen Jahren das Schicksal der Menschheit ändern und den „Tag des Jüngsten Gerichts“ zunächst abwenden konnte, verlor sie ihren Sohn John durch einen abermals aus der Zukunft zurückgeschickten T-800 (Arnold Schwarzenegger). Seit jenem schicksalhaften Tag erhält sie verschlüsselte Nachrichten auf ihrem Handy, wann und wo als nächstes eine Maschine aus der Zukunft auftauchen wird und widmet ihre ganze Existenz der gezielten Vernichtung der Terminators. 2020 erscheinen erneut zwei zeitreisende Missionsträger in Mexiko: Der weibliche Cyborg Grace (Mackenzie Davis), eine umfunktionierte Widerstandskämpferin, sowie ein technologisch hochenentwickelter Terminator, der REV-9 (Gabriel Luna). Letzterer hat die Aufgabe, die zukünftige Resistance-Anführerin Dani Ramos (Natalie Reyes) zu töten, Grace indes soll sie beschützen. Natürlich ahnt die noch jugendliche Dani nichts von ihrem Schicksal und wird wie weiland die ebenfalls bald auftauchende Sarah Connor in den Strudel der schwer fassbaren Ereignisse gerissen. Es stellt sich heraus, dass Sarah ihre Messages von jenem T-800 erhält, der einst John ermordete. Dieser hat seitdem eine menschliche Persönlichkeit und ein Gewissen eintwickelt, nennt sich nunmehr „Carl“ und lebt in der Nähe der texanischen Grenze. Zum Quartett angewachsen, stellen sich die Helden gegen den unbesiegtbar scheinenden REV-900.

A bright fate. Dass innerhalb eigentlich auch inhaltlich etablierter Filmreihen Storylines ignoriert und bei geradezu ostentativem Selbstverständnis rebootet werden, ist de facto schon lange nichts Neues mehr. Bereits die „Highlander“-Fortsetzungen ignorierten in den Neunzigern regelmäßig ihre unmittelbaren Vorgänger, innerhalb der „Spider-Man“- und „Halloween“-Serials wurden bereits jeweils zweimal komplette Neuanknüpfungspunkte gesetzt. Dies erweist sich weitaus seltener als sinnstiftender Fan-Service denn als bloße kommerzielle Notwendigkeit, um sich zwecks Komplexitätsreduktion wahlweise intradiegetischen Ballasts zu entledigen oder um neue Zuschauergenerationen zu rekrutieren. Da mit „Dark Fate“ erstmals seit dem von ihm noch selbstinszenierten Erstsequel James Cameron wieder seine Signatur als Produzent zur Verfügung stellte und in diesem Zusammenhang auch Linda Hamilton zurück an Bord kam, wurden beginnend mit „Terminator 3: Rise Of The Machines“ sämtliche Fotsetzungen nebst ihrer Storys beiseite geschoben, um unmittelbar an die in „Terminator 2: Judgment Day“ geschilderten Ereignisse anknüpfen zu können. Die Qualität des weitestgehend belanglosen Resultats profitiert davon nicht in nennenswertem Maße. Der Film verharrt einiger netter Actionsequenzen zum Trotz im vorhersehbar mediokren Genresektor, also im Grunde dort, wo der höchst publikumsverwöhnte Cameron das von ihm selbst zum Multi-Millionen-Dollar-Franchise aufgeblähte, einmalige und unerreichbare Original vor knapp drei Dekaden höchstselbst hinführte. Die „Erfolgsprämisse“, jene schwarze, technophobische Quasi-Dystopie aus der Ära des Kalten Krieges in ein mit unangebrachtem Positivismus, familienfreundlichem Humor und den immergleichen, weil mit garantiertem Wiederekennungwsert selbst für Laien und somit hinlaänglich etablierten Floskeln „angereichertes“ Mainstream-Spektakel zu überführen, greift auch heuer noch. Oder zumindest rechnet man damit, dass siew greift. Daran ändern auch die ins Script eingepflegten, zwar zeitgemäßen, aber natürlich eiskalt kalkulierten Seitenhiebe auf die gegenwärtige Regierungspolitik der USA oder die zwangsläufig immer gläserner werdende Unfreiheit des Individuums kaum etwas. Aus „Skynet“ wird „Legion“, eine K.I. zur Cyber-Kriegsführung, die dereinst auf Knopfdruck alle Lichter ausgehen lassen wird. Der äußerlich gealterte Terminator Arnold ist jetzt noch liebenswerter, sympathischer und humaner als je zuvor und Linda Hamilton eine graubekoppte, zynische alte powerbitch. Die hero(in)e’s four bilden ein Paradebeispiel für zeitgenössische Diversifikation: zu drei Vierteln weiblich, zur Hälfte überreif, mitsamt Latina und körperbehindertem (aber nichtsdestotrotz augenschmeichelndem) Supergirl würden die drei Damen vom Stahlgrill vermutlich auch ohne den letztlich wie immer als Obendrein-Bonus beigesteuerten Schwarzenegger am Ende siegreich reüssiert haben. Der von Gabriel Luna gespielte böse Terminator REV-9 schließlich kann ales, was seine Vorgänger auch konnten und natürlich noch mehr, er ist nämlich in der Lage sein metallenes, schwarzes (!) Endoskelett von seiner Flüssigummantelung zu trennen und damit von zwei Seiten zugleich angreifen zu können. Ansonsten kann er, wie alle anderen Nachfolger auch, dem originalen 84er-Killer hinsichtlich seiner bedrohlichen Unbeiirbarkeit nicht das Wasser reichen. Es bleibt also alles beim Alten beim traditionsreichen Blick in unsere Schredderzukunft und dies ist auch der einzige Grund, sich neue „Terminator“-Filme überhaupt noch anzusehen- die liebgewonnene Sicherheit purer Mittelmäßigkeit und die kaum minder garantierte Gewissheit, sich ohnehin als Teil einer gläsernen Zuschauerschaft zu wähnen.

5/10

AIRHEADS

„Way to go, Pip!“

Airheads ~ USA 1994
Directed By: Michael Lehmann

Die drei Slacker Chazz (Brendan Fraser), Rex (Steve Buscemi) und Pip (Adam Sandler), die als Metalcombo „The Lone Rangers“ nicht nur musikalisch leicht aus der Zeit gefallen, sondern auch sonst nicht die allerhellsten Sterne am Firmament sind, träumen unbeirrt vom großen Durchbruch. Doch jeder Versuch, ihr Demo-Tape auf halbwegs konventionellem Wege an Plattenlabel oder Radiostationen heranzutragen, schlägt fehl. Als es dem Trio gelingt, sich den Weg in den Radiosender KPPX und in das Aufnahmestudio des beliebten Rock-DJs Ian The Shark (Joe Mantegna) vorzuarbeiten, macht dieser sich bloß über die Jungs lustig. Da die zufällig von den Dreien mitgeführten Wasserpistolen aussehen wie echte Uzis, wird aus der harmlosen Stippvisite schließlich eine Geiselnahme mit allem Drum und Dran. Während Ians Show für alle hörbar weiterläuft, werden die „Lone Rangers“ rasch zu Publikumshelden, deren wachsende Fangemeinde sich, ebenso wie ein beeindruckendes Polizeiaufgebot vor dem KPPX-Gebäude ansammelt…

Um die Mitte der Neunziger hatte man es als Metalhead nicht mehr allzu leicht. Das Musikgenre und die dazugehörige Subkultur waren in ihrer traditionellen Form spätetestens mit dem Aufkommen der Grunge-Welle der allermeisten subversiven Elemente enthoben und dem massenmedialen Spott ausgesetzt. Dafür hatten qua von langer Hand satirisch-komödiantische Artefakte gesorgt wie die beiden „Bill & Ted“-Abenteuer, das SNL-Derivat „Wayne’s World“ nebst Sequel oder Mike Judges zwei MTV-Cartoon-Idioten „Beavis & Butt-Head“ (die, damals noch fresh, auch in „Airheads“ ein Cameo bekleiden). Selbst in weniger tendenziösen Filmen wie Cameron Crowes Seattle-Liebeserklärung „Singles“ wurde Matt Dillon als semidebiler Rockmusiker Cliff gewissermaßen der offenen Verballhornung preisgegeben. Michael Lehmanns „Airheads“ markiert den vorläufigen Zenit dieser Entwicklung, indem er ein auserlesenes Trio unterschiedlich dämlicher Knilche kurzerhand zu liebenswerten (Anti-)Helden deklarierte und ihnen zumindest auf unterschwelliger Ebene ein wenig von ihrem wohlverdienten Respekt zurückverehrte. Der in Sachen alternative Jugendbewegungen bewanderte Scriptautor Rich Wilkes nahm nämlich weniger das (selbstverständlich) absolut harmlose Garagentriumvirat aufs Korn denn die dazugehörige Kommerzindustrie mit all ihren schmierigen, kapitalistischen Auswüchsen und dazu gleich noch das sie flankierende Rechtssystem. Dem Rockertrio werden anaöog dazu passgenau drei Antipoden gegenübergestellt: Der gierige Station Manager Milo Jackson (Michael McKean), der sich nicht für Musik oder Credibility, sondern bloß für Zuschauerquoten interessiert, der aalglatte Plattenboss Jimmie Wing (Judd Nelson) und schließlich der leicht psychotische, schießwütige SWAT-Commander Carl Maze (Marshall Bell). Diese wahren villains bekommen natürlich allesamt ihr Fett ab, während die Rangers, flugs zu Helden des Anti-Establishment avanciert, ihren finalen Aufzug als „Blues Brothers“-Reminiszenz vor Knastpublikum darbieten dürfen.
Als ausgesprochenes Relikt seiner Zeit zündet „Airheads“ gewiss nicht mehr auf ganzer Linie – viele der Gags wirken leicht bis mittelschwer dated, Brendan Fraser als Hauptdarsteller erweist sich als wenig aufregende Kompromisslösung, die der (ursprünglich geplante) John Cusack möglicherweise sehr viel bissiger hätte auswuchten können. Die zahlreichen Referenzen, Hommages und Cameos, die aus dem Film wie beiläufig ein kleines „Who’s Who“-Quiz  mit etlichen, mehr oder weniger losen Querverbindungen und Kreuzverweisen machen, beschädigt diese ohnehin recht vordergründige Makulatur aber kaum, ebenso wie die hübsche, kleine comic base: nicht nur dass Sandler (in einer prächtigen, kleinen Vorabstudie für seinen Rollentypus der nächsten Jahre) und der als etwas dümmlicher Polizist auftretende Chris Farley für den SNL-Senf zuständig sind, originiert hier zudem noch die lange, bis heute andauernde und immerhin zwölf Kollaborationen hervorrufende (Film-)Freundschaft zwischen dem Sandman und Steve Buscemi. Hinzu kommt ein stellenweise exquisiter Soundtrack.

7/10