IN THE SHADOW OF KILIMANJARO

„The bush isn’t save – for neither you or your men!“

In The Shadow Of Kilimanjaro (Im Schatten des Kilimandscharo) ~ UK/KEN 1986
Directed By: Raju Patel

Kenia, 1984. Im Verlauf einer extremen Dürreperiode rotten sich gewaltige Pavianherden zusammen und greifen bald andere Wildtiere wie schließlich auch Menschen an. Welch tödliche Gefahr von den Affen ausgeht, erkennt als erstes der engagierte, kurz vor der Scheidung stehende Wildhüter Jack Ringtree (Timothy Bottoms), dessen Warnungen jedoch sowohl von den hiesigen Politikern als auch von dem Minenbesitzer Chris Tucker (John Rhys-Davies) zunächst in den Wind geschlagen werden. Als die Paviane schließlich Tuckers Arbeiter attackieren und immer mehr unbeteiligte Menschen, darunter auch Kinder, ums Leben kommen, ist es längst viel zu spät: Ringtree, seiner Frau Lee (Irene Miracle), Tucker und ein paar anderen bleibt nurmehr die Zuflucht im Hotel von Ginny Hansen (Michele Carey), das bald unter der Belagerung der immer angriffslustiger werdenden Paviane steht.

Sich ein wenig protzig auf wahre Begebenheiten berufend, bildet „In The Shadow Of Kilimanjaro“ immerhin einen der besseren Tierhorror-Filme der achtziger Jahre, obgleich Prämisse und Plot natürlich den spätestens seit „Jaws“ gängigen Genremustern folgen. Was Raju Patels einzige Regierabeit dennoch interessant und sehenswert macht, dürfte primär die Tatsache sein, dass sie sich durchaus ernst nimmt und sich nicht einfach auf die sich besonders in diesem Fall naheliegende, faule Haut bloßer Routine legt. Patel gelingen eine weitgehend spannende, formal versierte Inszenierung mitsamt geschlossenem Script sowie eine technisch ausgewogen umgesetzte, realistische Darstellung der Bedrohung durch die Paviane, deren ja durchaus imposante Fangzähne bei ihren Opfern üble Effekte hinterlassen, ohne, dass sich die entsprechenden Szenen allzu exponiert gerierten. Ferner kann sich der Film auf sein ebenso versiertes wie sympathisches Ensemble verlassen, aus dem vor allem der zu dieser Zeit ja allzu häufig in Nebenrollen verheizte John Rhys-Davies hervorsticht als kerniger, unermüdlicher Glücksritter und Kleinunternehmer, der sich der Allgewalt der Natur nur höchst widerwillig, schließlich aber doch mit umso entschiedenerer Gegenwehr beugt.
„In The Shadow Of Kilimanjaro“ ist gewiss kein großer Film und ebensowenig einer, den man unbedingt zur apokryphen Preziose vergangener Leinwandtage hochjubeln müsste. Dafür geht er auf wiederum vorbildliche Weise aufrichtig mit sich selbst und seinem Publikum ins Gericht und dürfte für Liebhaber von ganz allgemein Tier- und insbesondere Affen-Horrorfilmen immerhin ein lohnenswertes, kleines Artefakt darstellen.

7/10

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