UNA MAGNUM SPECIAL PER TONY SAITTA

„You can go now. New findings occured.“

Una Magnum Special Per Tony Saitta (Feuerstoß) ~ I/CA/PA 1976
Directed By: Alberto De Martino

Captain Tony Saitta (Stuart Whitman) vom Ottawa Police Department ahnt es schon vor der Beerdigung: Der Tod seiner jungen Schwester, der Studentin Louise (Carole Laure), war alles, nur ganz bestimmt kein Unfall. Vor Ort in Montreal ermittelt er gemeinsam mit seinem Kollegen Ned Matthews (John Saxon) in der Sache und findet bald heraus, dass sich die tatsächlich vergiftete Louise nicht nur gern in übler Gesellschaft herumtrieb, sondern zudem selbst ein ziemliches Früchtchen war. Ihr Mörder treibt zudem immer noch sein Unwesen..

Hier wurde mit extrem heißer Nadel gestrickt, um 85 Minuten Film zu einem halbwegs kohärenten Gesamten zusammenzuklöppeln. De Martino jedenfalls und besonders das Script von Gianfranco Clerici und Vincenzo Mannino bindet dem Zuschauer ein paar regelrechte Super-Bären auf. In fast episodischer und stark an die Dramaturgie einer Folge zeitgenössischer US-Krimiserien gemahnender Manier schicken die Drei das Duo Whitman/Saxon auf Spurensuche. Und das funktioniert so: Etwas Porkeln in der kanadischen Unterwelt fördert immer neue, potenzielle Informanten zutage, denen Bloß noch Namen wie „Zahnstocher-Charly“ oder „Fat Lips Johnson“ fehlen. Darauf fährt man die entsprechenden Kandidaten besuchen und kündigt sich bereits durch laute Begrüßung aus dem offenen Wagenfenster an. Der entsprechende Aspirant nimmt, ohne zu wissen, was die Bullen überhaupt von ihm wollen, sofort die Beine in die Hand und haut ab. Es folgt eine jeweils sieben- bis achtminütige Verfolgungsjagd, bis das meist wenig gewinnbringende Interview dann doch noch geführt werden kann. Es gibt einen MacGuffin in Form einer Perlenkette und eine Pseudoauflösung, die unter Garantie zuvor nicht erraten werden kann und dementsprechend uninteressant und banal ausfällt. Garniert wird das Ganze mit Elementen aus Poliziottesco, Giallo, Sleaze und ordinärem Kriminalfilm, ohne am Ende eines von den Vieren komplett zu bedienen. Und trotzdem macht „Tony Saitta“ Laune: Die Tatsache, dass in all dem eklektischen Wust nichts recht zusammenpassen mag, ist erfrischend, Montreal als Kulisse für einen Euro-Crime überaus seltsam bis gewöhnungsbedürftig, der Score (Armando Trovajoli) geht gut nach vorn und das Ensemble, dass De Martino wieder einmal zusammentrommeln konnte, erfreut durch und durch mit unverhältnismäßiger Professionalität. Außerdem stellt sich wieder einmal der Beweis ein, dass Tisa Farrow um Einiges attraktiver war/ist als ihre ältere und ungleich berühmtere Schwester. Und Carole Laure ist erst recht ein heißer Feger, besonders, wenn sie oben ohne und im entfesselten Blutrausch ältere Damen totschlägt.

6/10

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