ATLANTIS, THE LOST CONTINENT

„All nature senses that the end is near…“

Atlantis, The Lost Continent (Atlantis, der verlorene Kontinent) ~ USA 1961
Directed By: George Pal

Der griechische Fischer Demetrios (Sal Ponti) und sein Vater Petros (Wolfe Barzell) lesen eines Tages auf dem Meer die schiffbrüchige Antillia (Joyce Taylor) auf. Diese stellt sich ihnen als Prinzessin von Atlantis vor, die von jenseits des Ozeans käme. Während Petros der hochmütigen Schönen mit gesundem Misstrauen begegnet, verfällt ihr Demetrios. Er lässt sich von Antillia überreden, sie zurück nach Hause zu bringen, nichtsahnend, was ihn dort erwartet. Atlantis erweist sich als Sitz einer Hochkultur, in der die Menschen sich sogar wissenschaftlich sehr weit entwickelt haben. Allerdings basiert ihre Gesellschaft auf einem hoffnungslos tradierten Feudalsystem, das von Sklavenarbeit lebt. Auch Demetrios wird nach seiner Ankunft flugs zur Knochenarbeit im Bergwerk verdonnert, derweil die mittlerweile auch in ihn verliebte Antillia alles versucht, um ihn auszulösen. Doch der machtgierige Statthalter Zaren (John Dall) verfolgt eigene Pläne: Er will mithilfe einer riesigen Energiekanone die gesamte Welt in die Knie zwingen. Dabei schwebt Atlantis selbst längst in höchster Gefahr: unter der Erde brodelt es…

Mit diesem Nachfolger zur wunderbaren Wells-Adaption „The Time Machine“ probierte George Pal wiederum eine phantastische Allegorie auf den Zustand der Welt. Auch „Atllantis, The Lost Continent“ mahnt zur Besinnung auf Okölogie, Frieden und Gleichberechtigung in jedweder Gesellschaft und warnt analog dazu vor den Folgen von rücksichtslosem Raubbau an unseren Erdressourcen, vor machthungrigen Despoten, Kriegstreibern und der vorschnellen Betätigung falscher, roter Knöpfe. Dass er sich dazu teils immens trivialer Mittel bedient [so gibt es einen Forscher (Berry Kroeger), der aus reinem Vergnügen Sklaven in Tiermenschen Marke Dr. Moreau verwandelt] und sein Anliegen dergestalt vorträgt, dass es selbst Kleinkinder verstehen können, gehört zu Pals erfrischender, phantasmagorischer Art des Geschichtenerzählens. So ist „Atlantis“ gleichfalls liebevoll ausgestattet und bunt bebildert, verzichtet weitestgehend auf große Stars, übermäßig teure Effekte oder sonstige Oberflächenwerte und bevorzugt stattdessen eine möglichst unkomplizierte, frische Art der Präsentation, die als ebenso märchenhaft wie kompetent bestehen kann.
Lohnt die Wiederentdeckung!

8/10

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